Schlauchboot-Tauziehen zum Lennebad-Jubiläum

Freuen sich auf das Lennebad-Fest
Freuen sich auf das Lennebad-Fest (v.l.): Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voß, Hagenbad-Pressesprecher Dirk Thorbow, Rita Schnicker (Café), Musiker Werner Preuß und Fördervereinschef Frank Schmidt. Am Wochenende wird gefeiert. (Foto: Michael Eckhoff)

Hohenlimburg. Wir blicken zurück auf die frühen 1960er Jahre in Hohenlimburg. Im einst zu Elsey gehörenden Mühlendorf im heutigen „Klosterkamp“ standen seinerzeit noch einige Industrieruinen, unter anderen der große Komplex der ruhmreichen Textilfabrik Nettmann.
Doch die Rathausspitze rund um Stadtbaurat Ludwig Pieper hatte 1961 einige Ideen, was man mit den innenstadtnahen Grundstücken anfangen könnte. Man wollte hier eine „Gute Stube“ mit Parkanlagen und Hallenbad schaffen.

Bauzeit vier Jahre

Wie der Heimatvereinsvorsitzende Widbert Felka in der aktuellen Ausgabe der Hohenlimburger Heimatblätter (9/2018) berichtet, wurde der erste Park-Bauabschnitt bis 1963 fertiggestellt. Ende Juni 1964 starteten zwar schon die Ausschachtungsarbeiten für die Schwimmhalle, doch die Fertigstellung zog sich länger hin als geplant. Erst im Januar 1968 – also vor 50 Jahren – konnte der neue Bau seiner Bestimmung übergeben werden. Schnell entwickelte sich das Lennebad, das übrigens in seinem heutigen Namen „Richard-Römer-Lennebad“ an den aus Hohenlimburg stammenden „Vater der DLRG“ erinnert, zum Mittelpunkt einer regen Schwimm- und Trainingsszene, zu der von Anfang an mehrere Vereine gehör(t)en. Und natürlich haben hier in den fünf Jahrzehnten auch zahlreiche Kinder das Schwimmen erlernt.
Inzwischen ist das Bad ein bisschen in die Jahre gekommen, aber noch immer gibt es etliche Hohenlimburger, die „ihrem“ Bad begeistert und engagiert die Treue halten. Einer von ihnen ist Frank Schmidt.

Er engagiert sich nicht nur als Lokalpolitiker für den Fortbestand der Badeanstalt, sondern auch als Vorsitzender des Fördervereins und als ehrenamtlicher „Rettungsschwimmer“. Betrieben wird die Schwimmhalle nach wie vor von „Hagenbad“.

Große Feier

Gemeinsam wollen Hagenbad und Förderverein – unterstützt von der Bezirksvertretung – am kommenden Wochenende, 15. und 16. September, mit einem tollen Programm den 50-jährigen Geburtstag feiern. Der Eintritt beträgt nur einen Euro. „Das ist historisch bedingt“, sagt Hagenbad-Pressesprecher Dirk Thorbow, „1968 kostete das Ticket eine D-Mark.“ Und wer will, kann am Sonntag auch mit einer Mark bezahlen.

Los geht es mit der Jubiläumsparty bereits am Samstag um 20 Uhr. Bis 24 Uhr findet eine Kinder- und Jugenddisco statt – mit DJ und der einmaligen Chance, tatsächlich mal „mit Klamotten ins Wasser zu hüpfen“, freut sich Dirk Torbow.

Am Sonntag steht zwischen 12 und 18 Uhr ein „großer Spielenachmittag für die gesamte Familie“ auf der Tagesordnung. Neben Live-Musik der Hohenlimburger Urgesteine „Michael & Werner“ auf der Terrasse des Lennebad-Cafés gibt es im Bad tolle Spiele und lustige Wettbewerbe, unter anderem ein „Schlauchboot-Tauziehen“.

Außerdem zeigt Hagenbad einen Film: „Historische Momente aus der Geschichte des Bades“, das – weiß Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voß – als einziges in Hagen über einen Fünf-Meter-Sprungturm verfügt. Ferner will Frank Schmidt eine kleine Jubiläumsfestschrift vorlegen und obendrein erklären, wie man richtig sauniert.