Schrill und komisch: Die Blues Brothers im Theater Hagen

Hagen. Überdreht, albern und ausgelassen, schräg, banal und umwerfend komisch, das sind die Blues Brothers: Die Brüder Jake und Elwood Blues sind mit einem kaum lösbaren Auftrag unterwegs im Auftrag des Herrn: Sie müssen innerhalb weniger Tage 5.000 Dollar für das Waisenhaus, in dem sie aufwuchsen, auftreiben, denn wenn die Steuerschuld nicht schnell beglichen werden kann, droht die Auflösung.

An Geld zu kommen, war eigentlich noch nie ein Problem für die beiden Brüder, leider aber wird von der Mutter Oberin kein kriminell beschafftes Geld akzeptiert. Beim Besuch eines Gospel-Gottesdienstes in einer schwarzen Gemeinde wird Jake göttlich erleuchtet: Ihre in alle Winde zerstreute ehemalige Band muss zusammengetrommelt werden, um die Massen in einem Konzert mit den Mega-Blues-Hits wieder in Ekstase zu bringen.
Elwood gibt Gas, und die Brüder geraten mit Höchstgeschwindigkeit in allerlei Schlamassel, bis schließlich der große Abend da ist: ein Auftritt der wiedervereinigten „Blues Brothers Band“ vor ausverkauftem Haus. Leider sitzen auch die Gesetzeshüter im Publikum.
Uraufführung 1980
Am 16. Juni 1980 fand in Chicago die Uraufführung des Films „The Blues Brothers“ in der Regie von John Landis statt, der in seiner überdrehten Mischung aus Action- und Musikfilm in den USA auf große Resonanz stieß. Dan Ayckroyd und John Belushi wurden als Jake und Elwood mit ihren schwarzen Anzügen, den Hüten und den niemals abgenommenen Ray-Ban-Sonnenbrillen zu Markenzeichen.
Seit einigen Jahren haben es „Die Blues Brothers“ auch als Theaterstück mit großem Erfolg auf deutsche Bühnen gebracht. Regisseur Roland Hüve hat nun für das Theater Hagen eine Fassung erarbeitet, die diesem Kultfilm adäquat Rechnung trägt und die natürlich auch Hits wie „Everybody needs somebody to love, oder „Gimme some lovin‘“ live präsentiert. Am Samstag, 11. Februar, hat das Stück Premiere gefeiert.
Karten gibt es an der Theaterkasse oder auch beim Wochenkurier, Körnerstraße 45.