Sommerlaune und Protest

Hagen. (san) Die beschauliche Ruhe und Gelassenheit der Sommerferien stellte sich nun endlich auch an der Volme ein.

So feierten die türkischen Muslime mit über 200 Gästen in dieser Woche das Ende ihrer Fastenzeit „Ramadan“. Hierzu luden sie ins Hasper Vereinshaus St. Bonifatius ein. Oberbürgermeister Erik O. Schulz befand sich unter den Besuchern.

Und der Muschelsalat konnte endlich sein erstes Programm vor voller Bühne starten. Nach der dauerregenbedingten Absage des Auftakts letzte Woche hatten viele Zuhörer nun viel Spaß mit der „Batucada Sound Machine“.
Auch die Polizei wurde mit „Sommeraufgaben“ betraut: Zwei Ambrocker Kühe wurden von Anwohnern in der Nähe des Hamperbachs gesichtet. Polizeibeamte trieben die ausgebüchsten Wiederkäuer zurück auf ihre Weide und reparierten notdürftig den Zaun.

Aufregung und Wut trotz Sommersonne: Die Fällung des Baumbestands im Rahmen des Ausbaus der Christian-Rohlfs-Straße stößt nicht überall auf Verständnis. Nach Untersuchungen kann der größte Teil des Baumbestandes nicht gehalten werden. Die Bäume seien im Wurzelbereich so stark ausgebreitet, dass selbst bei noch so vorsichtiger Durchführung der Bauarbeiten das Wurzelwerk so in Mitleidenschaft gezogen würde, dass die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Um den alleeartigen Charakter der Straße zu erhalten, sollen aber alle entfernten Bäume durch neue ersetzt werden.

Hagen Aktiv kündigte nun Widerstand an: „Wir sprechen uns ganz klar gegen die Abholzung schützenswerter Alleen in Hagen aus“, bringen Anne Stamm und Flamur Sahiti die Position von Hagen Aktiv auf den Punkt. „Wurzeln können nachwachsen, die Bäume dadurch wieder standfest werden! Es hilft manchmal schon, die Baumkronen vorrübergehend zurückzuschneiden, und aus einer Doppelreihe von ’Problembäumen’ wird wieder eine standfeste Allee.“

Bündnis 90/Die Grünen nutzt diese Fällmaßnahme, um ein nachhaltiges Baumkonzept für Hagen einzufordern. Zur Baumfällung an der Christian-Rohlfs-Straße heißt es seitens Kreisverbandsprecher Frank Steinwender: „Bei aller Trauer um die Bäume in der Christian-Rohlfs-Straße zählt für uns die Zusage der Verwaltung, eine 1:1-Nachpflanzung vorzunehmen, um den Alleecharakter zu erhalten.“