Spannendes WasserEisenLand

Broschüre und Original: Iserlohn punktet im „WasserEisenLand“ mit dem Drahthandelsweg, dem Stadtmuseum und natürlich mit der historischen Fabrikanlage Barendorf. Hemer – klarer Fall – mit dem Felsenmeer, liegt doch der Ursprung der dortigen bizarren Felsformationen im mittelalterlichen Bergbau begründet. (Foto: Claudia Eckhoff)

Sauerland. (clau) „WasserEisenLand“? – Das sind wir. Das ist hier bei uns im Sauerland. Unverwechselbar. Einzigartig. Das hat was, gibt was, kann was. Das lohnt sich. Darauf können wir stolz sein. – Das wissen bloß noch nicht viele!

Südwestfalen ist Nordrhein-Westfalens industrieller Motor und zugleich eine der ältesten Bergbauregionen Deutschlands. Die traditionsreiche Gewerbe- und Industriekultur gründet sich auf das, was die Region im Übermaß vorweisen konnte: Wasserkraft, Eisenerz und Holzkohle.

Zwischen Iserlohn und Siegen, zwischen Hagen und Marsberg haben Gewerbe und Industrietechnik seit Jahrhunderten die Landschaft und das Leben geprägt. Überall finden sich spannende Spuren, stumme Reste der Vergangenheit oder auch noch quicklebendige Zeugen dessen, was den Pulsschlag der Region ausmacht.

Allein über 500 Technikdenkmäler und Museen laden ein zum Erkunden, Erfahren, Entdecken, Nachempfinden, Staunen und Wundern. Der Strom der Besucher und Tagestouristen, die sich gern in der Gegend tummeln, wächst stetig.

Viel Spaß im „WasserEisenLand“ wünschen die Macher hinter dem Projekt ausdrücklich auch den Kindern. Für sie gibt es viele Extras, zum Beispiel die Veranstaltungsreihe „Tatort Technik“. (Foto: Veranstalter)

Kräfte bündeln

Es war höchste Zeit, die Kräfte zu bündeln und sich gemeinsam stark zu machen. Nur so fließen auch die notwendigen Landesfördermittel. Ein großangelegtes Projekt vernetzt die vielfältigen Zeugnisse der südwestfälischen Industriegeschichte unter dem Namen „WasserEisenLand – Industriekultur in Südwestfalen“. Es will zweierlei: Es möchte den Bewohnern der Region die Schätze und den Wert ihrer Umgebung nahebringen. Und es will eindeutig über die Grenzen hinausstrahlen, um den (Tages-)Tourismus anzukurbeln.

Im Dezember hat das identitätsstiftende Projekt den dritten Stern der Regionale Südwestfalen 2013 ergattern können. Damit stehen nun vielfältige Mittel zur Verfügung, um das Projekt mit Leben zu füllen.

Nicht jeder kennt’s

„WasserEisenLand“ – Noch nicht vielen kommt das locker über die Lippen. Noch längst nicht weiß der Großteil der Südwestfalen, wo und was das ist.

Anfang dieser Woche wurde im Iserlohner Barendorf zunächst der Presse all das vorgestellt, womit sich das frische „WasserEisenLand“ von nun an bekannt machen will: Flyer, Broschüren, Karten, Internetauftritte und Webseiten wurden erstellt.

Allein die neue Übersichtskarte nennt 46 Technik-Erlebnisorte in Südwestfalen von A wie Altena mit Burg und Drahtmuseum bis W wie Wilnsdorf mit Museum und Förderturm Grube Grimberg.

Kaltwalzmuseum in Hohenlimburg, Anröchter Steinmuseum, Berleburger Schieferschaubergwerk, Balver Luisenhütte, Technikmuseum Freudenberg, Märkische Museums-Eisenbahn in Herscheid, Bakelit-Museum Kierspe, Historische Besteckfabrik Fleckenberg in Schmallenberg, Kornbrennerei Hegemann in Sprockhövel, Wendener Hütte um nur wahllos einige zu nennen.

Viele Stauseen

Museen und Industriestätten allein machen aber „WasserEisenLand“ nicht aus. Etliche Stauseen prägen die Gegend. Landschaftlich reizvoll sind sie alle. Jede ist anders, jede hat ihren eigenen Charme. Viele von ihnen bieten zudem hervorragende Freizeit- und Wassersportmöglichkeiten. Und? Wie viele Stauseen gibt es im „WassserEisenLand“? Fünf? Zehn? Oder gar zwanzig? Etwa noch mehr?

Es sind 26! Schade, dass die meisten „Ureinwohner“ von „WasserEisenLand“ wahrscheinlich nur die wenigsten davon kennen.

Auch für Wanderer

Auch Wanderer kommen auf ihre Kosten. Allein 14 Touren und Lehrpfade bieten neben landschaftlichen Schönheiten interessante Bodendenkmale und Einblick in die Geschichte. Der Drahthandelsweg zwischen Altena und Iserlohn, der Balver Bergbauwanderweg, der Freudenberger Fachwerkweg, der Grubenlehrpfad in Herscheid oder die Waldroute durch das Hemeraner Felsenmeer es gibt unendlich viel zu entdecken.

Das gilt auch für Kinder! In der speziellen Veranstaltungsreihe „Tatort Technik“ geht Alt mit Jung auf Spurensuche. Ob Dampfmaschine, Eisenbahn, Grube, Gießerei, Förderturm, Schmiede – hier wird es spannend, heiß, gefährlich, aufregend und lehrreich. Viel Spaß im „WasserEisenLand“!

Unterhaltung sollen auch die Erwachsen finden. An sie besonders richtet sich die Reihe „Feuer & Wasser. Live in den Fabrikskes“. Das Barendorf in Iserlohn gehört mit dem außergewöhnlichen Konzertmarathon „Draht Saiten Akt“ (8. September, 14.30 bis 18.45 Uh) schon lange zu den faszinierenden Veranstaltungsorten. Genauso die Luisenhütte in Balve-Wocklum mit ihrem Fest „Luise heizt ein“ (29. Juni, 17 bis 23.30 Uhr).

Eisenstraße Südwestfalen

Als Unterprojekt von „WasserEisenLand“ wird die „Eisenstraße Südwestfalen“ beworben. In einer Extra-Broschüre und mit eigener Webseite stellt sich die ökonomische und kulturelle Lebensader zwischen Sieger- und Sauerland dar.

Das Informations- und Kartenmaterial wird nach und nach an städtischen Stellen und vor allem an den Erlebnisorten selbst ausliegen. Schon jetzt gibt es Näheres zum Thema im Internet unter www.wassereisenland.de und www.eisenstrasse-suedwestfalen.de.