Sportliche Wette für guten Zweck

Hagen. (je) Auch wenn er als Jugendlicher etwas Fußball gespielt hat, sportversessen war Tobias Prinz eigentlich nie. „Sollte mein Sportlehrer diesen Artikel lesen, wird er wohl ungläubig den Kopf schütteln“, schmunzelt der 25-Jährige. „Für mehr als eine Drei hat es beim Schulsport selten gereicht.“

Spaß am Volkslauf

Sein sportliches Talent entdeckte der gebürtige Hagener erst vor etwas mehr als zwei Jahren. Damals begann er parallel zu seiner Arbeit bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer ein Studium an der Wirtschaftsakademie Hagen. „Tagsüber im Büro arbeiten, abends und am Wochenende dann in Seminaren und Vorlesungen sitzen und nebenbei noch lernen – da brauchte ich einfach einen sportlichen Ausgleich“, stellte Prinz schnell fest. Also begann er zu laufen, zunächst nur nebenbei. In Dortmund ging er im August 2010 dann das erste Mal bei einem Volkslauf über 10 Kilometer an den Start und hatte hieran so viel Spaß, dass er sich im vergangenen Jahr unter anderem auch für den „Hagener Funlauf“ meldete und hier in der Gesamtwertung den dritten Platz belegen konnte.

„Durch diesen Erfolg wurden Mitglieder des Hagener Tri-Teams auf mich aufmerksam und ermutigten mich, mein Hobby auszubauen und an ihrem Training teilzunehmen.“ Eine Einladung, die Tobias Prinz gerne annahm. Seit rund einem Jahr trainiert er nun in den Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen. „Letzteres liegt mir aber eindeutig am meisten, deshalb suchte ich hier nach weiteren Herausforderungen.“

Mehr Tempo, mehr Spende

Und so reifte die Entscheidung, am „Volksbank-Münster-Marathon“, einem der teilnehmerstärksten Marathons in Deutschland, anzutreten. Da er jedoch bislang noch keinen Voll-Marathon gelaufen ist, kam Tobias Prinz eine ganz besondere Idee, sich selbst zu motivieren und gleichzeitig auch noch etwas Gutes zu tun: „Ich habe mir das Ziel gesetzt, die 42 Kilometer lange Strecke in 3 Stunden und 30 Minuten zu schaffen – und jeder darf gegen mich wetten. Bin ich schneller als die geplante Zeit, sollen alle, die gegen mich gewettet haben, für einen guten Zweck spenden. Bin ich aber langsamer, werde ich selbst für jede Minute Überschreitung spenden!“

Das Geld soll der Aktion „Wasser ist Leben!“ des Hamburger Vereins „Viva con Agua“ zu Gute kommen. Die Organisation unterstützt Trinkwasserprojekte auf der ganzen Welt und geht auf die Initiative ehemaliger Spieler des Bundesliga-Fußballvereins FC St. Pauli zurück.

Wer also – wie bereits einige Hagener Firmen und Privatpersonen – die Herausforderung annehmen möchte und wettet, dass Prinz, der übrigens derzeit regelmäßig als Training den Remberg hinab, durch die Stadt, dann den Drei-Türme-Weg und wieder zurück läuft, die 42-km-Strecke nicht in dreieinhalb Stunden schafft, kann sich bei ihm entweder über die Facebook-Seite facebook.com/MeAgainstTheClock oder per E-Mail an MeAgainstTheClock@gmail.com melden.