Spuk-Suche in Hohenlimburg

Hohenlimburg. (nic) Alte Gemäuer wie das Schloss Hohenlimburg faszinieren allein durch ihre Geschichte. Wenn aber ein paranormales Untersuchungsteam – umgangssprachlich auch als Geisterjäger bekannt – diverse technische Geräte aufbaut, um des Nachts nach nicht erklärbaren Phänomenen in den 700 Jahre alten Burgmauern zu suchen, wird es richtig spannend.

Ob es wirklich paranormale Erscheinungen im Schloss Hohenlimburg gibt, wird sich am heutigen Samstag Abend klären. Fest steht jedoch, dass das Schloss im Rahmen der Lichtspiele zum Thema „Geisterschloss“ gespenstisch schön beleuchtet wird. (Foto: Veranstalter)

Zum dritten Mal locken die Lichtspiele in die mittelalterliche Burganlage. Nach dem „Eispalast“ und „1001 Nacht“ dreht sich in diesem Jahr von Freitag, 20. Januar, bis Sonntag, 5. Februar 2012, alles um das „Geisterschloss“. Dabei werden die Burgmauern in ein gespenstisch grünes Licht getaucht, Nebelschwaden wabern um die Burgzinnen und Donnergrollen ertönt.

Der bundesweit bekannte Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld sorgt dafür, dass sich Hui Buh und Freunde auf Schloss Hohenlimburg wohlfühlen. Dabei setzt der Lichtkünstler nicht auf Schockeffekte, sondern auf eine subtilere Form des Mystischen. „Es kommt uns auf die geisterhafte Atmosphäre an“, erklärt Schlossverwalterin Julia Dettmann, die die Lichtspiele zu ihrer „Lieblingsveranstaltung“ erklärt. Unbedenklich sei deshalb auch ein Besuch mit Kindern ab sechs Jahren.

Video und Vorleser

Ein Besuch der Burganlage lohnt sich allemal, auch wenn die Bürger die äußeren Burgmauern aus der Ferne bereits beleuchtet sehen. Denn in jedem Winkel innerhalb der Burganlage bietet sich ein neuer Blick auf beeindruckende Farbenspiele, bewegliche Lichter und unheimliche Ecken. Im Schlosshof findet eine rund dreiminütige fortlaufende Videoprojektion statt. Auch der Brunnen ist für die Veranstaltung geöffnet, ein Vorleser gibt gruselige Gespenstergeschichten im Schloss zum Besten. Im Garten werden abermals heiße Getränke und kleine Speisen im beheizten Pagodenzelt angeboten.

Die Bewanderung der Anlage während der Lichtspiele ist sonntags bis donnerstags von 18 bis 21 Uhr sowie freitags und samstags von 18 bis 22 Uhr möglich. Freitags bis sonntags ist keine Zufahrt mit eigenem PKW zum Schloss möglich, es fährt ein Pendelbus ab Bahnhof Hohenlimburg zu den Öffnungszeiten. Hin- und Rückfahrt kosten 1 Euro. An den übrigen Tagen gibt es begrenzte Parkmöglichkeiten am Schloss. Der Eintritt beträgt wie im Vorjahr 4,50 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder.

Noch ein Tipp von Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld: „Wer sich selbst leuchten sehen will, sollte weiße Kleidung oder weiße Accessoires tragen, denn schon im ersten Tordurchgang wird mit Schwarzlicht gearbeitet.“