Studie über Mietnomaden

Hagen. „Wer Opfer eines Mietnomaden wird, muss erhebliche finanzielle Einbußen verkraften oder sogar um seine Existenz fürchten. Das soziale Mietrecht ermöglicht diesen Betrügern, bis zu zwei Jahre in einer Wohnung zu leben, ohne je einen Cent Miete überwiesen zu haben“, sagt der Geschäftsführer von Haus & Grund Hagen und Umgebung e.V.; daher begrüßt er ausdrücklich ein Forschungsprojekt der Universität Bielefeld, worin das Mietnomadentum untersucht werden sollen.

Mit konkreten Vorschlägen zur wirksamen Abwehr von Mietnomaden sei Haus & Grund in den vergangenen Monaten in die Öffentlichkeit gegangen. „Der politische Druck ist mittlerweile so hoch, dass die Bundesregierung um das Thema nicht mehr herumkommt.“ Um die Dimension des Mietnomadentums zu ermitteln, hätten das Bundesjustiz- und das Bundesbauministerium die Universität Bielefeld beauftragt, dem Problem auf den Grund zu gehen. Es gehe in erster Linie darum, die Erfahrungen privater Vermieter zu dokumentieren, die mit Mietnomaden konfrontiert waren oder noch sind. Unter Mietnomaden seien Personen zu verstehen, die in betrügerischer Absicht Mietverhältnisse begründen, keine Miete zahlen und die Wohnung (verwahrlost) zurücklassen oder sich gar herausklagen lassen.

Betroffene können sich melden bei:

Haus & Grund Hagen und Umgebung e.V.
Telefon: 0 23 31 / 1 70 86

oder

Forschungsstelle für Immobilienrecht der Universität Bielefeld
Fakultät für Rechtswissenschaft, Prof. Jacoby/Prof. Artz
E-Mail: mietnomaden@uni-bielefeld.de