Sturz, Schüsse, Strafe

Hagen. (san/ME) Eine gute Woche, wenn man sie mit  den Augen der Hagener Polizei sieht: 14 vollstreckte Haftbefehle, elf Anzeigen wurden gestellt, ferner wurde eine Marihuana-Plantage entdeckt.

Rund 100 Polizeibeamte waren am Dienstag im Hagener Stadtgebiet unterwegs. Beamte der Bereitschaftspolizei aus Bochum unterstützen die örtlichen Kräfte. Zwischen 11 und 18.Uhr wurden an acht Kontrollstellen etwa 320 Personen und rund 500 Autos kontrolliert.

„Wir sind auf dem richtigen Weg im Kampf gegen die potenziellen Täter“ sagte Polizeidirektor Thomas Gutsfeld, Leiter des Einsatzes, und kündigte an, dass die Aktion in ähnlicher Form wiederholt wird.

Gefährlicher Sturz

Eine ganz schlechte Woche war diese für eine Familie aus Eilpe. Ein eineinhalbjähriges Mädchen ist dort aus einer Höhe von neun Metern aus dem Fenster gestürzt. Die Mutter war wohl eingeschlafen und aufmerksame Passanten konnten nichts mehr ausrichten. Das  Kind verletzte sich schwer und schwebt noch in Lebensgefahr.

Fensterbeschuss

Erschreckend war auch der Beschuss eines Schulfensters in der Innenstadt: Während des Schulbetriebs haben Unbekannte am Mittwochmorgen auf mehrere Scheiben des Cuno-Berufskollegs an der Viktoriastraße abgegeben

Ein Lehrer benachrichtigte die Polizei, nachdem gegen 9.40 Uhr mit einem Knall eine Scheibe eine einschussartige Beschädigung aufwies. Durch ein unbekanntes Geschoss mit einem Durchmesser zwischen vier und fünf Millimetern war die äußere Scheibe der Doppelverglasung in dem Klassenraum in der zweiten Etage beschädigt. Erste Ermittlungen führten zu drei gleichgelagerten Beschädigungen in weiteren Klassenräumen auf dieser Etage. Aufgrund des Aufprallwinkels scheinen die Schussabgaben von gegenüberliegenden Gebäudeteilen des Kollegs erfolgt zu sein.

Ob die Geschosse durch Schusswaffen oder Zwillen abgegeben wurden, konnte bislang nicht ermittelt werden, ebenso wenig wurden Projektile aufgefunden.
Hinweise erbitet die Polizei nter Tel. 9862066.

Phoenix-Abstieg?

Eine rabenschwarze Woche für Phoenix und alle seine Fans: Der Abstieg droht urplötzlich. Nicht nur, dass dem Basketball-Bundesligisten nun sechs Strafpunkte abgezogen werden, der Lizenzligaausschuss brummt den Feuervögeln auch noch eine satte Geldstrafe von 40.000 Euro auf. Grund dafür ist die viel zu späte Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse.

„Wir haben in den letzten Monaten die Finanzlage von Phoenix Hagen strukturiert aufgearbeitet und der Liga die Ergebnisse dieser Prüfung offengelegt. Sanktionen wurden uns daraufhin angekündigt, nun sind diese Sanktionen leider da“, so Sven Eklöh, Aufsichtsratsvorsitzender von Phoenix Hagen.

Geschäftsführer Peter Brochhagen: „Unser Weg ist steinig, aber auch alternativlos, um mit den Versäumnissen der Vergangenheit abzuschließen. Wir akzeptieren darum eine Bestrafung. Die Höhe des Urteils hat uns dennoch überrascht und hart getroffen. Wir werden darum kämpfen, die Höhe zu reduzieren.“

SPD in Not

Eine rabenschwarze Woche gab es auch für die SPD. Sie ist nicht nur bundesweit auf ein historisches Tief gefallen, sondern steht im Hagener Rat auch ohne Fraktionsvorstand da. Fraktionschef Krippner wurde abgewählt – der Rest des  Vorstands trat zurück.

Warnstreik

Da seit Verhandlungsbeginn Ende März kein Angebot der Arbeitgeberseite erfolgte, traten nun Bedienstete städtischer Einrichtungen sowie von HEB und WBH in einen Warnstreik. Zu einer Kundgebung auf dem Friedrich-Ebert-Platz kamen Mitarbeiter zusammen, um  u.a. mehr Lohn und die Erhöhung der Ausbildungsvergütung zu fordern.