Tabellennachbar Hanau kommt in die Ische

Einer der quirligesten Akteure auf dem Spielfeld in der Begegnung gegen Kirchheim: James Reid erzielte wie auch Teamkollege Dominik Spohr 18 Punkte. (Foto: Jörg Laube)

Hagen. (Red./AnS) Für das Team von Phoenix Hagen ging auch der neunte Spieltag mit einer Auswärtsniederlage zu Ende. Die emotionale Belastung der letzten zwei Wochen noch in den Knochen, konnten die Schützlinge von Interims-Cheftrainer Dietmar Günther auch in Kirchheim die Punkte nicht mit nach Hause nehmen. Was bei einem Halbzeitstand von 38:40 noch hoffen ließ, endete mit einer 76:83-Niederlage.

Mit dem Publikum im Rücken geht es jetzt zu Hause weiter: In der Ischelandhalle treffen die Feuervögel am 10. Spieltag am Samstag, 18. November, auf Hebeisen White Wings Hanau. Sprungball ist um 19 Uhr.

Partie gegen Kirchheim

Wie schon am vergangenen Spieltag in Hamburg erwischten die Feuervögel den besseren Start in die Partie. James Reid sorgte nach zwei Minuten für das 5:2 für seine Farben, bevor minutenlang nichts mehr ging auf Hagener Seite. Erneut war es dann Reid, der durch einen Dreier die Hagener Offensive wieder etwas in Schwung brachte (8:10). Bis auf einen 20:20-Ausgleich kurz vor Schluss des ersten Viertels führten jedoch die Kirchheimer die Begegnung an.

Im zweiten Spielabschnitt war es, wie schon so oft, der junge Jasper Günther, der sein Team kurzfristig in Führung bringen konnte. Im Verlauf des Viertels machten es Charles Barton und Tim Koch den Hagenern schwer. Die zwischenzeitliche Hagener Führung machte Barton zunichte und sorgte für den 38:40-Halbzeitstand.

Nach der Pause eröffneten die Feuervögel dann ein wahres Turnover-Festival. Sie ermöglichten den Knights, sich zügig mit einem 10-Punkte-Vorsprung abzusetzen (41:51) und ließen etliche Offensiv-Rebounds zu. Mit 21:14 sollte das dritte Viertel der mit Abstand schlechteste Spielabschnitt aus Hagener Sicht bleiben, ein 52:61-Rückstand war dementsprechend die Ausgangslage für das Schlussviertel.

Spohr und Reid beste Scorer

Die Feuervögel (hier Dominik Spohr) konnten in Kirchheim besonders in der zweiten Hälfte nicht überzeugen. (Foto: Jörg Laube)

Die nötige Energie für die letzten zehn Spielminuten konnte das Team von Phoenix Hagen nun nicht mehr aufbringen. Nach vier Minuten stand ein 57:72 auf der Anzeigetafel, das auch vereinzelte Distanzwürfe nicht mehr gut machen konnten. Zwar konnten Spohr und Reid durch Drei-Punkte-Würfe ihr Team kurz vor Schluss noch vor einem schlimmeren Augang bewahren, die 76:83-Niederlage war jedoch nicht mehr abzuwenden.

Heimsieg muss her

Die letzten zwei Wochen waren für das Team von Phoenix Hagen schwer zu verdauen. Zwei Tage nach der Beisetzung von Matthias Grothe waren die Feuervögel auch am neunten Spieltag emotional nicht stark genug, sich im Ligaalltag beweisen zu können. Wenn jetzt am kommenden Samstag die Hanauer zum Ischeland reisen, soll die Heim-Atmosphäre den Jungs helfen, endlich wieder jubeln zu dürfen.

Die Hessener stehen aktuell auf Platz 5 der Tabelle und konnten sich in der ProA bisher gut behaupten. Vor allen Dingen auswärts sind sie eine Macht, konnten drei der bisherigen Auswärtsspiele gewinnen, mussten sich nur gegen Trier geschlagen geben. Auch in der Heimbilanz sind drei Partien positiv zu verbuchen.

Hagen wird kein Zuckerschlecken

Die Fans freuen sich über die spannenden und erfolgreichen Partien wie zuletzt gegen Ehingen – ein wahrer Krimi, den die Hanauer rund um den starken Kapitän Christian von Fintel in den letzten Minuten mit 96:88 für sich entschieden.

Sportdirektor Helmut Wolf bremst aber die Euphorie und hat nur ein Ziel, nämlich die Klasse zu halten und nicht abzusteigen. Danach sieht es für Hanau zur Zeit nicht aus. Sie wollen unter Trainer Simon Cote Konstanz in ihre Spiele bringen, wissen aber: Hagen wird kein Zuckerschlecken. Für Phoenix – die endlich wieder gewinnen wollen – wird es ebenso eine schwere Begegnung.

Karten der Partie sind erhältlich unter anderem beim Wochenkurier, Körnerstraße 45, oder in der Phoenix-Geschäftsstelle, Funckestraße 38/40.