Tag der offenen Tür bei Unicef Hagen

Hagen. (AnS) „Für die Kinder dieser Welt“: Es sind nur einige einfache Worte, die treffender die Motivation von Unicef kaum beschreiben könnten. Die Hilfsorganisation feiert in diesen Tagen ihren 60. Geburtstag.

Die schnelle Hilfe vor Ort, dort durchzukommen, wo für andere kein Durchkommen ist, das fasziniert insbesondere die Hagener Unicef-Arbeitsgruppe. Seit rund 26 Jahren unterstützt die „Truppe“ die Welt von der Volmestadt aus, verkauft Grußkarten sowie Kalender und sieht vor allen Dingen eine Aufgabe als wichtig an: zu informieren!

„Unicef ist immer dort, wo es brennt“, erklärt die lokale Leiterin, Anne-Marie aCampo. „Dort wird Hilfe geleistet, die vom Normalbürger nicht einzuschätzen ist.“ Das kann eine aktuelle Notsituation wie ein Bürgerkrieg oder ein Erdbeben sein, aber auch langfristige Programme, die über Jahre andauern. Immer mit dem Ziel, die Einheimischen anzuleiten, selbstständig ihre Situation zu bewältigen. „Hilfe zur Selbsthilfe mit Nachhaltigkeit, so nennen wir das“, beschreibt Anne-Marie aCampo.

Auch Kinder in Not haben Rechte

Krisengebiete gibt es überall auf der Welt. Ob in Jordanien, dem Libanon, im Irak, in Kambodscha oder aktuell in Syrien, wo allein drei Millionen Kinder Not leiden, aber ihre Rechte nicht vernachlässigt werden sollten. Fast jeder zweite Flüchtling weltweit (46 Prozent) ist ein Kind oder Jugendlicher unter 18 Jahren.

Sauberes Wasser durch neue Brunnen wird in den kritischen Lagen ebenso benötigt wie Medizin und Lebensmittel. Der Bau von Latrinen wird vorangetrieben, Zeltstädte und Schulen errichtet, psychotherapeutische Behandlungen angeboten. Eine Vielzahl von Aufgaben erwartet die Mitarbeiter vor Ort, die gemeinsam mit der Bevölkerung und der Regierung zusammenarbeiten. „Das wissen nur die wenigsten“, erzählt Anne-Marie aCampo, „zwei Drittel der anfallenden Kosten trägt das jeweilige Land.“ Das ist sogar vertraglich festgelegt. Und um Korruption vorzubeugen, sind es immer Mitarbeiter verschiedener Nationalitäten, die dort ihren Dienst verrichten.

Viel zu tun vor Weihnachten

Aber auch die Hagenerinnen, fast alle schon jahrelang dabei, sind fleißig: Saison-Hochzeit ist die Herbst- und Weihnachtssaison. „Die Spender – ob Firmen oder Privatleute – müssen gepflegt werden“, meint Brigitte Fleckenstein. Dazu gehört auch der enge Kontakt zu heimischen Schulen, die Sponsorenläufe organisieren oder Chören und Verbänden, die für Unicef sammeln. Auch in der Innenstadt oder auf Advents- und Weihnachtsmärkten sind die fleißigen Damen zu finden.

Eine vielseitige Tätigkeit, die allen 23 Ehrenamtlichen Spaß macht. Als Hobby würden die Frauen und ein Mann ihren Einsatz aber auf keinen Fall bezeichnen. Es sei viel mehr: „Wir wollen etwas Sinnvolles tun und etwas bewirken, wenn auch in kleinen Schritten.“ „Schließlich“, bringt Dr. Lotte Anke ihre Motivation auf den Punkt: „waren wir nach dem Krieg auch mal Nehmer, jetzt können wir Geber sein.“ Und jemand anderes fügt hinzu: „Hilfe für Kinder ist kein Tropfen auf den heißen Stein. Sie ist ein Tropfen im Ozean, der nie verloren geht.“

Tag der offenen Tür

Wer sich über das Tun und Wirken informieren möchte, das Büro im Felsental ist unter der Rufnummer 02331/ 589500 zu erreichen. Bis zum 20. August allerdings sind die Räume im Felsental 29 auf Grund der Sommerferien geschlossen. Nichtsdestotrotz lädt die Hagener Unicef-Arbeitsgruppe am Donnerstag, 1. August 2013, ab 14 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Wieder nach dem Motto: „Engagieren Sie sich. Mit uns. Für die Kinder dieser Welt.“