Tilo: Fan-Clubs

Hatte Donald „Pinocchio“ Trump vor seinem Amtsantritt weltweit noch jede Menge Fans, dürfte die Zahl seiner Anhänger inzwischen deutlich geschrumpft sein. Hingegen mehren sich die Kritiker. Sogar George Bush jr. haute jetzt eine geharnischte Attacke raus.

Der einstige Präsident, der uns allen das Irak-Desaster beschert hat, nahm sich vor allem Trumps Umgang mit den Medien zur Brust. Bush sagte, unabhängige Medien seien unverzichtbar. Denn Macht könne „sehr süchtig“ machen und eine „zersetzende“ Wirkung haben. Deswegen sei es wichtig, dass die Medien solche Menschen zur Rechenschaft zögen, „die ihre Macht ausnutzen“. Genau, Mr. Bush, so isses.
Sicherlich wird es in Deutschland nach wie vor einige Fans von Mr. Twitter geben. Umfragen zufolge sind sie – das verwundert nicht – vor allem im Lager der AfD zu finden. Ob Lisa Radke dazu gehört, die Schatzmeisterin der Hagener „Alternative“? Weiß man nicht. Immerhin hat sie sich unlängst als Anhängerin der rechtsgestrickten Französin Marine Le Pen geoutet.
Oder ob Stefan Sieling zu den „deutschen Trumpisten-Fans“ zu zählen ist? Weiß Tilo auch nicht. Was man aber weiß: Der AfD-Mann ist Vorsitzender des heimischen Bismarck-Fanclubs (Förderverein Bismarck­turm). Die Initiative zum Bau des Hagener Denkmals ging um 1900 vom Alldeutschen Verband aus. Das war ein völkischer, nationalistischer, rassistischer und antisemitischer Verein, der zweifelsfrei zu den Wegbereitern des Nationalsozialismus zu zählen ist.
Die „Alldeutschen“ in alter Form gibt es nicht mehr. Aber etwas Ähnliches: die Identitären. Das ist eine Gruppierung, die wegen ihrer Nähe zum natio­nalistischen Gedankengut längst vom Verfassungsschutz beäugt wird. Ein Auftritt Sielings in einem T-Shirt der „Identitären“ schlug deshalb jetzt hohe Wellen. Im Rat der Stadt Hagen mehren sich aus diesem Grund die Stimmen, dem Förderverein Bismarckturm genauer auf den Zahn zu fühlen und ihm gegebenenfalls die öffentliche Förderung zu entziehen.
Und was sagt die Hagener AfD zu alledem? Sie schweigt sich offenbar öffentlich aus. So wie ihre Fraktionsmitglieder meist auch im Rat wenig sagen. Warum auch? Hauptsache, das Ratshonorar wird überwiesen.

Tilo