TSV Berge macht Hasper fit

Reha-Kursleiterin Andrea Terlau zeigt Constanze Wohlfarth Übungen zur Stärkung ihrer Muskulatur. (Foto: Schievelbusch)

Haspe. (san) Bei den Älteren ist es oftmals die Diagnose Osteoporose, bei den Jüngeren immer häufiger der Rücken und in allen Altersklassen die Nachbehandlung von Krebs. Dran bleiben und sich bewegen“, das ist stets der Rat des Mediziners und er verordnet daher gerne Reha-Sport. Doch nicht immer wird das – meist von der Krankenkasse finanzierte – Gesundungsangebot vom Patienten zufriedenstellend in die Tat umgesetzt.

So wie bei Klara B. (Name v. d. Red. geändert). Weil die 72-Jährige unter ständigen Rückenschmerzen litt, suchte sie den Arzt auf. Nach einer Messung der Knochendichte war rasch klar: die Dame hat Osteoporose. Ihr wurde angeraten, sich beweglich zu halten und sollte es mal mit Reha-Sport versuchen. Nun stand sie da mit ihrer Verordnung, wusste nicht recht, an wen sie sich wenden sollte. Die von einer Bekannten empfohlene Einrichtung lag der Hasperin zu weit entfernt, die Busfahrten traute sie sich nicht zu. Dass es eine eigene Reha-Abteilung nun auch in einem traditionellen Turnverein in der Nähe gibt, ist mein großes Glück,“ freut sie sich.

Constanze Gouveia Wohlfarth ist 30 Jahre jung, ihr Rücken macht ihr aber arg zu schaffen. Sogar Sehstörungen werden durch die Wirbelsäulen-Probleme bei ihr ausgelöst. Auch ihr Arzt hat zum Reha-Sport geraten. Doch wohin? Sie schob die Suche nach einem geeigneten Angebot erst mal auf die lange Bank. Bis auch sie von der neuen Abteilung des TSV Berge-Westerbauer hörte.

Das Zentrum „Bewegung in Berge“ (BiB) am Hasper Hüttenplatz startet ab Mittwoch, 15. Februar 2012, mit Kursen. Mit ins Boot geholt hat der alteingesessene Verein die erfahrene Therapeutin Andrea Terlau.

Wechselnde Schwerpunkte

Von Anfang an wollte ich mit der Eröffnung des BiBs den Reha-Sport dabei haben. Nun steht diese Abteilung endlich auf eigenen Füßen, so dass wir zumindest den Haspern wieder kürzeste Wege bieten können, aber natürlich sind auch Interessierte von überall willkommen,“ freut sich Abteilungsleiterin Eveline Lausch. In der Regel müssen Therapeuten, die in der Rehabilitation tätig werden wollen, zwingend einen Verein gründen. Dass hier ein bestehender Verein eine Reha-Abteilung in ihr Angebot mit aufnimmt, ist noch nicht selbstverständlich. Einige andere Sportvereine in der Volmestadt bieten einzelne Reha-Angebote, beispielsweise den Herzsport.

Für die Krebsnachsorge wird es eigene Kurse geben, bei Bedarf auch für Männer und Frauen getrennt. Laufend können Sportwillige zusteigen und mitmachen. Bis zu 15 Personen sind in einer Gruppe. Jeder macht soviel wie er kann. Dadurch dass es pro Einheit immer einen anderen Schwerpunkt geben wird, ist über die Länge der Zeit auch alles Wichtige abgedeckt“, beschreibt Andrea Terlau ihr Konzept. Sie weiß sich auf die Bedürfnisse und Wehwehchen“ der Teilnehmer differenziert einzustellen. Ob Kraft, Ausdauer oder Dehnung – jeder bekommt soviel von allem mit, wie es ihm gut tut.

Nicht aufhören

Constanze Gouveia Wohlfarth kann in ihrem Fall sogar mit einer vorbildlichen Chefin aufwarten: Weil ihrem Hasper Arbeitgeber sehr an der Gesundheit seiner Mitarbeiter gelegen ist, wird die Mitarbeiterin für die wöchentliche Reha-Stunde freigestellt, es ist ja auch quasi nur um die Ecke.

Ziel einer jeden Reha ist es ja auch, dran zu bleiben und die geweckten Ressourcen des Körpers nicht wieder brach liegen zu lassen. Und da bietet ein Sportverein wie der TSV Berge-Westerbauer 1879 e.V. ein vielschichtiges Angebot. Wäre ich nicht zufällig auf dieses Möglichkeit ganz in meiner Nähe gestoßen, hätte ich bis zum St. Nimmerleinstag gewartet“, gesteht Klara B., jetzt bin ich froh, dass es endlich losgeht.“

Wer sich für den anerkannten Reha-Sport beim TSV Berge-Westerbauer interessiert, kann sich unter der Rufnummer 0 23 31 / 4 84 97 21 oder bei Kooperationspartnerin Andrea Terlau unter  0 23 31 / 4 24 30 anmelden.

Weitere Infos online: www.berge-westerbauer.de