Überall Tempo 30, nur nicht dort, wo es am nötigsten ist!

Wetter. (san) 15 Jahre lang Georg-Müller-Schule in Behelfscontainern bedeutete am Schmandbruch: 15 Jahre lang überquerten die Schüler die Vogelsanger Straße zwischen Haspe und Volmarstein inmitten einer ganz normalen Tempo-50-Zone. Dann erfolgte im Frühjahr 2011 der Bezug des neuen Gebäudes am Genossenschaftsweg.

Kerstin und Volker Kowalski mit ihren beiden Kindern und einer Freundin machen auf die etlichen Anwohnern unverständliche Verkehrsführung rund um den Kreisel an der Dieselstraße und dem Genossenschaftsweg aufmerksam. Warum wurde das am meisten von Fußgängern frequentierte Stück von der Tempo-30-Regelung ausgenommen? (Foto: san)

Die bestehende Überquerungshilfe verwaiste – die meisten Container sind weg, nur eingeschränkt findet dort noch Unterricht statt. Die Kinder und Jugendlichen der Gesamtschule nutzen seitdem den neuen Eingang zumeist über den Kreisverkehr am Genossenschaftsweg/ Dieselstraße.

Seit wenigen Wochen ist merkwürdigerweise aber genau der Straßenabschnitt mit dem nun brach liegenden Überweg in eine Tempo-30-Zone umgewandelt worden. „15 Jahre war diese Zone notwendig, und jetzt – seit sie an dieser Stelle niemand mehr braucht – wird sie urplötzlich eingerichtet!“ staunt Familie Kowalski und kann es nicht fassen. Nicht, dass sie gegen diese Einführung wären. „Aber dort, wo stattdessen nun Hunderte von Gesamt-, Grundschul- und Kindergartenkindern lang gehen, eben am stark frequentierten Kreisverkehr – bleibt es bei einer 50er-Zone. Und nicht wenige Autofahrer jagen hier sowohl in Richtung Haspe als auch Richtung Volmarstein die Vogelsanger Straße über den Kreisverkehr mit dem Fuß auf dem Gaspedal hinweg.“

Da, wo in beiden Richtungen der Vogelsanger Straße die Tempo-30-Zonen beginnen, fahren die meisten Schüler nur mit dem Bus lang, weiß Volker Kowalski. Seiner Tochter hat dort bereits den Kindergarten, die Grundschule und nun auch die Gesamtschule besucht. Mit der Jüngsten folgt bald der tägliche Gang in den Kindergarten. „Aber die Besucher dieser Einrichtungen sind ausgerechnet in der bestehenden Tempo-50-Zone zu Fuß unterwegs – das ist doch nicht zu verstehen,“ weiß er um den Unmut auch anderer Eltern am Schmandbruch.

Zum Schutz aller Schüler sehen die Kowalskis und ihre Mitstreiter nur eine Lösung: die gesamte Strecke ab Knorr-Bremse bis zum Ortsende müsse eine durchgehende Tempo-30-Zone werden, Geschwindigkeitskontrollen inbegriffen. „Ab Ortsausgang bekommen es die Hasper auf ihrem Gebiet doch auch hin, auf der gesamten Straße bis hinunter zur B7 stets Tempo 30 zu halten…“