Herdecke. Das Foyer der Friedrich-Harkort-Schule ist kaum wiederzuerkennen: Helle leuchtende Farben, bunte Sitzmöbel und eine in weiß gehaltene, futuristische „Netlounge“ lassen eher an eine modern durchgestylte Werbeagentur erinnern als an eine Schule.

Früher wirkte der Empfangsbereich dunkel, und wenig einladend. Durch den Umbau der Friedrich-Harkort-Schule für 2,02 Millionen Euro wurde die Raumkonzeption neu durchdacht: Das Foyer wurde zu einem Aufenthaltsraum und einer Rückzugszone für die Schülerinnen und Schüler umfunktioniert. Zudem wurde das Thema Inklusion aufgegriffen und ein behindertengerechter Aufzug im Foyerbereich installiert.

Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster zeigt sich begeistert von dem neu geschaffenen Ambiente: „Die Optik des Foyers hat sich unheimlich gewandelt. Es erstrahlt jetzt alles in frischer Farbe und ist für die Schülerinnen und Schüler ein echter Gewinn.“

Das neue Farbkonzept des Foyers wurde über das komplette Gebäude gelegt. Die Gehwege (Verkehrsflächen) sind hellgrau gestaltet; die Bodenfarbtöne Gelb, Blau und Grün wurden bei der Wandgestaltung erneut aufgegriffen.

Farben helfen bei der Orientierung

„Die Schüler finden sich durch die einheitliche Farbgebung besser zurecht“, erläutert Architekt Nils Fuhrmann vom Architekturbüro Fuhrmann. Alte Kartenräume, ein Fotolabor sowie ein Tonstudio wurden aufgegeben und zu farbenfrohen Differenzierungsflächen in allen Geschossen mittels Grundrissänderung umgestaltet und geöffnet.

„Hier können die Schüler beispielweise in Projektgruppen arbeiten“, so Fuhrmann. Zudem wurde das Thema Brandschutzsanierung vollumfänglich angegangen. „Wir haben eine neue Brandmeldeanlage plus Sicherheitsbeleuchtung installiert“, so Claudia Schulte vom Gebäudemanagement der Stadt Herdecke. Sämtliche Flurdecken wurden infolgedessen inklusive Beleuchtung ausgetauscht. Modernes LED-Licht erhellt jetzt die Gänge der Schule.

Zudem wurden dreißig neue Rauchschutztüren in allen Treppenhäusern und Fluren eingebaut. Über sogenannte Präsenzmelder kann das Licht jetzt ferngesteuert werden und Energiekosten eingespart werden. Ebenfalls neu: Es wurde eine Amokalarmierung mittels ELA (Elektrische Lautsprecheranlage) eingebaut.

„Bei der Sprachalarmierung sind wir jetzt auf dem neuesten technischen Stand“, weiß Claudia Schulte. Mithilfe der Anlage kann der Schulleiter einen Gefahrencode absetzen, der in allen Klassenräumen zu hören ist.

Eine neue Lüftungstechnik (Kanäle plus Lüftungsanlage) wurde für das MAZ, die Cafeteria, das Foyer, die Differenzierungsflächen und das Erdgeschoss installiert. 4.000 Kubikmeter Luft werden so pro Stunde ausgetauscht. Luftqualitätssensoren messen den CO2-Gehalt und reagieren entsprechend.

Erfolgreicher Umbau

„Wir freuen uns, dass der Umbau trotz des laufenden Betriebs so erfolgreich funktioniert hat. Sieben Fachplaner, zwei Sachverständige, sieben Ämter und Institutionen sowie achtzehn Baugewerke waren in enger Abstimmung mit der Schule im Einsatz“, freut sich Claudia Schulte.