Umweltschutz in der Karibik geht auch Hagener etwas an

Stolzer Betrag: 1.775 Euro konnten von den Veranstaltern des Weltkindertages an das Schulprojekt „Portmore School Recycling Pilot-Programm“ übergeben werden. Es soll vor allem dem Kampf der Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll dienen. Dieser Abfall stellt auch in Jamaika ein großes Problem dar. Vorne links: Thomas Huyeng.(Foto: Heiko Cordes)

Hagen. (hc) Dass Umweltschutz eine globale Angelegenheit ist, hat jüngst die Weltklimakonferenz in Bonn bewiesen. Dort haben sich nicht nur Vertreter von höchster staatlicher Ebene getroffen, sondern auch Kommunen brachten sich ein. So auch die Stadt Hagen, die unter anderem von ihrem Beigeordneten Thomas Huyeng vertreten wurde. In der ehemaligen Bundeshauptstadt traf Huyeng auf viele verschiedene Vertreter von Ländern quer über den Globus verstreut. Ein Zitat eines Abgesandten aus Tansania blieb ihm nachhaltig im Gedächtnis: „Die Zerstörung der Umwelt trifft zuerst die armen Leute“. Diese Aussage passt fast in jeden Flecken dieser Erde, deshalb war es auch so passend, dass es Huyeng während seiner kleinen Ansprach während der Spendenübergabe der Veranstaltergemeinschaft des Festivals zum Weltkindertag an das Portmore School Recycling Pilot-Programm in Jamaika verwendete.

1.775 Euro konnten stellvertretend von Ulrich Korfluer an Huyeng übergeben werden. Als Übergabeort bot sich natürlich das neue Wandbild an der Ecke Potthofstraße und Dahlenkampstraße an, das von der jamaikanischen Künstlerin Renae Hopkins aus Spanish Town gemeinsam mit dem deutsch-syrischen Künstler Haysam Sarhan gestaltet wurde. Der Kontakt zu der Künstlerin wurde über die Klimapartnerschaftsstadt Portmore geschlossen, an die, und hier schließt sich der Kreis, auch die Spende ging.

Ganz explizit ging das Geld an das Schulprojekt, dieses soll Schülerinnen und Schüler für den Umweltschutz sensibilisieren und Ihnen die Vorteile von Nachhaltigkeit und Recycling vermitteln.

Besonders der Plastikmüll macht nicht nur den Weltmeeren, sondern als Folge, natürlich auch an den Stränden zu schaffen.

„Jamaika hat zwei Seiten. Auf der einen die traumhaften Hotelressorts. Auf der anderen Seite Holzghütten direkt am Strand“, so Huyeng, der aus seinen eigenen Erfahrungen berichtete. Gemeinsam mit Hans Joachim Wittkowski, aus dem Umweltamt stellte er für die Anwesenden ganz plastisch nach, wie sich der Klimawandel auf die Lebenssituation auf die Menschen auf Jamaika auswirkte.

Zum einem verschwinden die Strände immer mehr. Das Meer rückt immer näher an die einfachen Hütten heran und werden sie in den kommenden Jahren einfach schlucken. Auf der anderen Seite wird durch Überfischung und Klimawandel der Bestand an Fischen immer kleiner und auch damit entzieht sich auch die Lebensgrundlage für viele heimische Fischer, die als Folge bei großen Firmen arbeiten müssen.

Dazu kommt die Verschmutzung des Meeres, vor allem durch Platstik. „Wenn Sie da, in der Karibik, über den ‚Strand‘ blicken, dann sehen sie Plastiktüten soweit das Auge reicht“, berichtet Huyeng. Damit mehr Bewusstsein für die Umwelt und das deutsche Know-How in Sachen Recycling nach Jamaika transportiert werden können, soll die Spende für das Schulprojekt helfen.

Die Idee für das Projekt entstand übrigens auf dem jährlichen „International Costal Clean-Up“- Event in Portmore. In den Schulen sollen Recyclingcontainer für Plastikflaschen aufgestellt werden und es soll ein Transport von den Schulen zu einer Recyclingfirma organisiert werden. In dieses Programm sind auch Schulstunden intergriert, in denen Studenten die Schülerinnen und Schüler über verschiedene Recycling-Konzepte für Plastikflaschen informieren und mit ihnen über den Wert der Umwelt sowie die Handlungsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler diskutieren. Derzeiot nehemen sieben Schulenm

„Sie ist dort goldrichtig angelegt“, erklärt Huyeng. Denn: Es ist auch Hilfe zur Selbsthilfe. Der Plastikmüll, der von den Fischen in der Karibik aufgenommen wird, der landet am Ende vielleicht auf unseren Tellern.