„… und wir sind alle Hagen!“

Hagen. (Red./tau) Beim 3. Impulsworkshop im Hohenhof berichtete der Unternehmerverein Hagen über den aktuellen Stand seiner Projekte. Der Drei-Türme-Weg, entstanden aus der Projektgruppe „Grünes Hagen“, ist beispielsweise mittlerweile sehr weit gediehen. Auch über die Förderung Grünes Wehringhausen“, die Verbesserung der Bedingungen für Schüler unter dem Stichwort „Schulhof der Zukunft“, die Verbesserung des städtischen Websiteauftritts und die Imagekampagne Hagen wurde heiß diskutiert.

Die Schülerinnern und Schüler vom Christan-Rohlfs-Gymnasium und der Remberg-Hauptschule, die in dem Projekt „Smartes Hagen“ Stadtführungen erarbeiteten, haben Interviews und Texte über das Drerup-Viertel und den Hohenhof fertiggestellt – dreisprachig, in Deutsch, Englisch und Türkisch. Diese Tonaufnahmen werden auf der Website ebenso zu hören sein wie demnächst auf den MP3-Playern der „Tour-i-Taxis“. Die Idee, sich um Hagener Stadtteile zu kümmern, mit Bürgern zu sprechen und das „Spazierengucken“ zu lernen, war schulübergreifend und wird von der „nächsten Generation“ begeistert fortgeführt.

Am Abend waren Sechstklässler des CRG zu Gast beim Unternehmerverein. Die Elfjährigen berührten die 40 anwesenden Mitglieder emotional mit ihrer lebhaften Darstellung, warum sie Hagen gut finden. Die Befragung unter den Mitschülern ist Teil des Projekts. Heraus kamen ganz überraschende Antworten. Überraschend deshalb, weil sich die Wahrnehmung von jungen Schülern und Erwachsenen offensichtlich kaum unterscheidet: Neben dem „grünen Hagen“ und dem Sportangebot wurden verschiedene kulturelle Einrichtungen hervorgehoben, darunter übrigens auch die Osthaus-Villa Hohenhof und das Theater.

Die Schüler – ganz oder gemischt italienischer, ukrainischer, portugiesischer, türkischer und deutscher Nationalität beziehungsweise Abstammung – befeuerten die Zuhörerschar mit dem gemeinsamen Ausruf „… und wir sind alle Hagen!“ Die Mitglieder des Unternehmervereins waren den Schülern dankbar für diesen emotionalen Impuls, der die anschließende Diskussion beflügelte. Sie begann mit Fragen und Aussagen der Schüler zu den Stärken und Schwächen unserer Stadt.

Weil sie um 20 Uhr von den Eltern abgeholt wurden, durften die Schüler vorzeitig „durch das Buffet pflügen“, das für die erwachsenen Teilnehmer des Workshops erst nach Ende der Diskussion eröffnet wurde. Mit einem Brief und vielen Ideen für ein l(i)ebenswerte(re)s Hagen bedankten sich die jungen Menschen beim Unternehmerverein für die Einladung.