Vorletztes Heimspiel

Hagen. (dh) Zum vorletzten Heimspiel der regulären Saison empfängt Phoenix Hagen am Gründonnerstag, 17. April 2014, die Fraport Skyliners. Der Tabellenzwölfte gibt seine Visitenkarte um 19.30 Uhr in der Enervie-Arena am Ischeland ab. Im Saisonendspurt wollen sich die Feuervögel dann mit einem Erfolg die Chance offenhalten, bis zuletzt um die Qualifikation für die BBL-Playoffs zu kämpfen.

Was haben die Skyliners und der FC Bayern/Basketball gemeinsam? Es sind die beiden einzigen aktuellen Erstligisten, die Phoenix Hagen noch nicht in eigener Halle in die Schranken weisen konnte. Am Donnerstag starten die Feuervögel den fünften Versuch, um die Punkte gegen die Hessen in Hagen zu behalten.

Die Skyliners konnten in der Rückrunde schon so starke Gegner wie die Bayern und Ulm besiegen. Der Trend zeigte zuletzt aber nach unten. Die vergangenen fünf Partien verloren die Hessen allesamt, zwei davon allerdings mit nur einem Punkt Unterschied. Am Sonntag unterlagen sie nach starker erster Hälfte noch mit 64:72 gegen Bayreuth.

Viele Verletzungen

Trainer Gordon Herbert musste zuletzt das kleine Staatsexamen in Medizin ablegen. Sein wohl wichtigster Spieler fehlt Herbert bereits seit Ende Dezember: Top-Scorer Andy Rautins wird nach einer Knöchel-Operation in dieser Saison nicht mehr für Frankfurt auflaufen können. Dane Watts droht nach einer Nasen-OP ebenso das Saison-Aus.

Immerhin kehrten Center Marius Nolte nach einem Kreuzbandriss, Jacob Burtschi nach einer Bandscheiben-OP und Quantez Robertson nach einem Wadenbeinbruch wieder zurück ins Team. Forward Kevin Bright hofft nach einem Bänderriss ebenso noch auf Einsätze in dieser Saison.

Chance für die jungen Spieler

Die Verletzungsmisere hat allerdings auch viel Positives hervorgebracht. Den Frankfurtern ist es in beeindruckender Manier gelungen, junge deutsche Akteure zu Leistungsträgern zu entwickeln. Aufbauspieler Konstantin Klein (22 Jahre, 8,2 Punkte), Forward Danilo Barthel (22 Jahre, 11,4 Punkte) und Center Johannes Voigtmann (21 Jahre, 8,2 Punkte) sind zu Startern geworden, die dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Als in Braunschweig Konstatin Klein mit einer Rippenprellung passen musste, besetzte Max Merz (20 Jahre) die Aufbauposition – und erzielte zehn Punkte.

Klein führt mit dem nachverpflichteten Jarred DuBois Regie. Der zuletzt stark verbesserte Ramon Galloway (9,6 Punkte) und Rückkehrer Quantez Robertson (8,9 Punkte) stehen als Shooting Guards bereit. Robertson ist – ebenso wie der Ex-Hagener Jacob Burtschi (7,2 Punkte) – auch als emotionaler Leader wichtig fürs Team. Mit Burtschi und Barthel stehen starke Forwards zur Verfügung. Unter den Körben spielen die für ihre Größe sehr beweglichen Center Johannes Voigtmann (2,08 m) und Aziz N’Diaye (2,13 m).

Playoff-Chance lebendig halten

Für Phoenix Hagen geht es gegen Frankfurt nicht zuletzt darum, die kleine Playoff-Chance lebendig zu halten. Das 75:67 in Vechta am letzten Samstag war die Grundlage dafür. „Ich denke, unsere Defense war gut, wir haben Vechta die Stärken genommen und sie zu vielen Ballverluste gezwungen. Das hat uns viele Fastbreaks ermöglicht, sodass wir aus der Nahdistanz besser abgeschlossen haben als sonst“, so Trainer Ingo Freyer. Larry Gordon führte sein Team mit 22 Punkten zum 13. Saisonsieg.

Fünf Spiele sind es insgesamt noch, die fast schon stakkatoartig bis zum 1. Mai 2014 ausgetragen werden. Zu Hause heißt der Gegner neben Frankfurt noch Ulm (25. April), auswärts geht es nach Oldenburg (21. April), Ludwigsburg (27. April) und Tübingen (1. Mai).