Welpe vor Tod gerettet

Hagen. (anna) Es ist schon eine rührende Geschichte, wie die Hagener Unternehmerin Petra Hellweg völlig unverhofft und unerwartet Hundebesitzerin wurde. Jetzt trägt sie die Konsequenzen ihrer schnellen Entscheidung – und die sind nicht einfach zu bewerkstelligen.

Taxi-Unternehmerin Petra Hellweg kam per Zufall auf den Hund. Jetzt muss ihr Welpe mit dem Namen „Hope-Amber“ dringend operiert werden. (Foto: privat)
Taxi-Unternehmerin Petra Hellweg kam per Zufall auf den Hund. Jetzt muss ihr Welpe mit dem Namen „Hope-Amber“ dringend operiert werden. (Foto: privat)

Denn ihr Goldendoodle-Welpe muss dringend operiert werden, sonst stirbt er. Die OP ist teuer. Ein Goldendoodle ist ein Hund aus den USA, der aus Kreuzungen zwischen Golden Retriever und Pudel entstanden ist. Er ist beliebt bei Allergikern, weil er nicht haart.

Beim Tierarzt

Petra Hellweg, Besitzerin des Rolli-Taxis in Hagen, hatte einen Termin beim Tierarzt. Ihre beiden Katzen sollten kastriert und geimpft werden. Aus beruflichen Gründen musste die Taxifahrerin den Termin verlegen. Als sie dann zum neuen Termin am letzten Freitag beim Tierarzt erschien, war außer ihr nur noch ein Mann im Wartezimmer.
Der war Hunde-Züchter und führte einen Bus voller Welpen mit sich, die alle geimpft werden mussten. Das erledigte der Tierarzt dann auch, indem er sich mit den Spritzen zum Bus begab. „Es dauerte etwas, bis Beide zurück kamen“, erinnert sich Petra Hellweg, „es müssen viele Tiere gewesen sein.“
Dann fragte der Mann den Tierarzt nach der Chipnummer des Welpen und sortierte das kleine Bündel aus. Kurz kam er mit dem Tier in den Behandlungsraum zurück, um sich zu vergewissern, dass er den richtigen Hund erwischt hatte. Petra Hellweg äußerte ihr Entzücken über den kleinen Welpen, als der Mann kurz darauf wieder verschwand.
Der Tierarzt berichtete, dass der Züchter den Welpen wohl töten werde, weil er ihn nicht verkaufen könne.

Willst du ihn?

Petra Hellweg äußerte ihr Entsetzen, als sich die Tür wieder öffnete und der Mann mit dem Welpen ins Zimmer trat.
Energisch trat er ihr entgegen und fragte wirsch, ob sie den Hund haben wolle. „Ich sah in dieses kleine Hundegesicht mit den treuen Knopfaugen und wusste, wenn ich ihn nicht nehme, muss er sterben.“
Noch einmal fragte der Mann ungeduldig und unfreundlich, ob sie das Tier nun endlich nehme. „Da hatte ich den Vierbeiner schon im Arm.“

Herzkrank

„Vom Tierarzt bekam ich dann die Unterlagen zu dem Hund, aus denen hervorging, dass er herzkrank ist“, berichtet Petra Hellweg weiter. „Ich durchstöberte das Internet und kam zu der Erkenntnis, dass der Hund nach einer Operation wieder völlig gesund sein könnte.“
Die „Ductus arteriosus“ ist eine Missbildung am Herzen, die operativ leicht behoben werden kann. Diese fehlerhafte Verbindung von der Hauptschlagader (Aorta) mit der Lungenschlagader stammt ursprünglich von einem Überrest der Kreislaufsituation im Mutterleib. Da das ungeborene Tier noch nicht atmet, muss auch seine Lunge noch nicht durchblutet werden.
Das Blut aus der rechten Herzkammer wird in die Hauptschlagader und somit in den Körper umgeleitet, damit es nicht unnötigerweise in die Lunge fließt. Nach der Geburt verschließt sich diese Verbindung normalerweise spontan, bei einigen wenigen Tieren jedoch nicht.

Sofort handeln

„Das Schlimme ist,“ so Hellweg weiter, „dass die Operation so schnell wie möglich gemacht werden muss, sonst ist alles vergebens.“ Die Kosten von ungefähr 2000 Euro kann die Unternehmerin nicht mehr ansparen. Sie wird wohl einen Kredit aufnehmen müssen.
Wer eine Idee hat, wie man Petra Hellweg bei der „Welpen-Rettung“ helfen kann, sollte sie unter der Rufnummer 3427890 kontaktieren.