Wer kannte Dr. Stargardter?

Hagen. (anna) Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ hat der Hagener Arzt Dr. Reinhold Busch eine Patenschaft für seinen Kollegen, den jüdischen Kinderarzt Dr. Isidor Julius Stargardter, übernommen. Stargardter nahm sich am 30. November 1944 das Leben.

Für die Erstellung einer Biografie benötigt Reinhold Busch noch Zeitzeugen. Dr. Stargardter war in Hagen von etwa 1910 bis 1938 als Kinderarzt in der Stresemannstraße 7 tätig, zeitweise als einziger Kinderarzt (Pädiater) in Hagen. „Er müsste daher tausende Hagener Kinder behandelt haben, von denen einige noch leben könnten“, ist Busch überzeugt.

Seine Witwe Martha, die um 1970 herum in die Schweiz auswanderte, hatte zwischen 1950 und 1960 ein Institut für Massage und Sauna in der Potthofstraße 14 und wohnte danach in der Emster Straße 47 und In der Luke 28.
Wer kannte Dr. Stargardter oder seine Frau? Wer wurde als Kind von ihm behandelt? Wer weiß, in welchem Jahr das Haus Stresemannstraße 7 zerstört wurde bzw. wer hat davon ein Foto? Wer hatte nach dem Krieg noch Kontakt mit Martha Stargardter, die im hohen Alter im Tessin verstarb, vermutlich um 1990.

Dr. Reinhold Busch hat mittlerweile Kontakt mit der Nichte in Israel, die ihm wertvolle Informationen über ihre Familie geschickt hat. Wer etwas weiß, wendet sich an Dr. Reinhold Busch, Fax 02331/ 969-981, E-Mail Dr.rbusch@gmx.de, oder an den wochenkurier, Redaktion, Telefon 02331/ 32211, E-Mail redaktion@wochenkurier.de.