Wette: Wer schafft weniger Plastikmüll?

Ingrid Klatte und Horst Flüs bei der Auswertung ihrer Einkäufe. (Foto:Verbraucherzentrale Hagen)

Ingrid Klatte und Horst Flüs bei der Auswertung ihrer Einkäufe. (Foto:Verbraucherzentrale Hagen)

Hagen. Im Rahmen des Urlaubskorbes hatte Ingrid Klatte, Umweltberaterin der Verbraucherzentrale, die Hagener zu einem Wettbewerb aufgerufen: Wer schafft weniger Verpackungsmüll?
Horst Flüs nahm die Herausforderung an und ging mit einer vergleichbaren Einkaufsliste los. Am Mittwoch, 16. August, wurden die Ergebnisse ausgewertet.
Der Einkauf
Natürlich haben sowohl Horst Flüs als auch Ingrid Klatte immer einen Einkaufsbeutel dabei. Bei Getränken, Milch und Joghurt bevorzugten sie Mehrweg-Flaschen. Damit fällt gar kein Müll an, denn sie werden zurückgebracht und können neu befüllt wieder in den Handel kommen.
„Ich kaufe Obst und Gemüse gerne lose auf dem Wochenmarkt ein“, berichtet die Umweltberaterin, aber mit eigener Tüte oder Beutel gelingt mir das auch im Supermarkt, sofern die Tomaten oder Äpfel nicht extra verpackt sind.“
Eigene Behälter
Überhaupt scheinen die Verkäufer an Frischtheken je nach Händler unterschiedlich geübt zu sein, wie sie zum Beispiel Käsescheiben hygienisch dem Kunden in die eigene Frischebox legen können. Solange das Kundenbehältnis die Theke nicht überschreitet und nicht mit den anderen frischen Waren in Kontakt kommt, darf die Verkäuferin die abgewogene Ware in die Kundenbox legen. „Für mich ist es normal, Brot oder Käse in meiner mitgebrachten Box zu besorgen“, so Verbraucher Flüs. „Gar kein Problem für meinen Händler.“ Dazu Ingrid Klatte: „Ich wäre beim Käsekauf fast am Kassenzettel gescheitert, weil er nicht an meine Box getackert werden konnte.“ Normalerweise holt sie sich Käse am Stück, wodurch schon weniger Verpackung nötig ist.
Miniportionen und Fertiggerichte mieden beide, um unnötige Wegwerfverpackung zu umgehen. Für Bonbons und Süßigkeiten gönnte sich die Umweltberaterin einen Besuch im Kiosk: „Dort bekam ich Bonbons, Lakritz oder Kaugummi einzeln nach Wunsch in mein leeres Marmeladenglas.“
Ergebnis
Horst Flüs gewann dennoch den Wettbewerb knapp vor der Umweltberaterin, denn er hatte seinen Einkauf mit noch weniger Plastikresten bewältigt. Ingrid Klatte freute sich mit ihm und gratulierte mit ein paar praktischen Geschenken: Gemüsebeutel, To-Go-Becher und Ratgeberbuch.
Die kostenlosen Infokarten „Woran erkenne ich Mehrweg?“ sind weiterhin in der Hagener Verbraucherzentrale im Volkspark erhältlich. Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag ab 10 Uhr.