ZDF falsch „gebadet“

Hagen. (ME) Am Ende des Jahres beschäftigt sich „alle Welt“ noch einmal mit der schwierigen Haushaltslage der deutschen Gemeinden. So weist der deutsche Städtetag nach, dass bundesweit zwischen Ein- und Ausgaben ein Elf-Milliarden-Loch klaffen wird. Das sind fast vier Milliarden mehr als im vorigen Jahr (hierzu mehr in der heutigen wk-Titelgeschichte „Rückblick auf 2010“).

Das ZDF hat sich in diesen Tagen ebenfalls mit dem Thema „klamme Kommunen“ auseinandergesetzt, so am heutigen Dienstag im Morgenmagazin. Im Mittelpunkt des gut einminütigen Beitrags: Hagen. Gezeigt wurden der vergammelte Zustand der Stadttheaterseitenfassade, ein Interview mit Kämmerer Christoph Gerbersmann und das Willi-Weyer-Bad an der Bergstraße. Die Ansicht des teilweise mit Brettern vernagelten Bades sollte als Beleg dafür herhalten, wie sehr Hagen finanziell am Ende ist und dass sich deshalb die Volmestadt nicht einmal mehr ein Hallenbad zu leisten imstande ist. Vom (fast) frisch eingeweihten Westfalenbad (das ja das Weyer-Bad ersetzt hat) war hingegen nichts zu erfahren.

„Mit dem Zweiten sehen Sie besser“? Na, zumindest in Bezug auf die Recherche in Hagen gilt dieses Motto nur sehr eingeschränkt…