Buddeln in Rheinen: Erdgas, Wasser, Internet

Baumaschine
(Symbolfoto)

Rheinen. Die Genehmigungen liegen vor. Die Stadtwerke Iserlohn beginnen mit einer lange ersehnten Baumaßnahme. Rheinen wird „umgegraben“.

Schon seit 2015 wurde im Rahmen des Projektes „KWK-Modellkommune“ nach einer alternativen Wärmeversorgung für Rheinen gesucht. Damals hatten Stadt und Stadtwerke ein Nahwärmekonzept erarbeitet, das sich aber aufgrund geänderter Förderbedingungen nicht finanzieren ließ. Der Plan, Rheinen zum Brennstoffzellendorf zu entwickeln, wurde anschließend ins Auge gefasst und stand kurz vor der Umsetzung, bis der Hersteller der Brennstoffzellen vom Projekt zurücktrat.

Daraufhin bat der Arbeitskreis „Wärme für Rheinen“ die Stadtwerke Iserlohn um den Anschluss an das Erdgasnetz, um hier eine langfristig gesicherte, ökologische und bezahlbare Wärmeversorgung zu realisieren.

Die Verlängerung einer Mitteldruckleitung von Hennen nach Rheinen und der Aufbau eines Netzes in Rheinen selbst bedeutet großen technischen und wirtschaftlichen Aufwand für die Stadtwerke Iserlohn, so dass man sich um die Bündelung von Anschlüssen bemühte, um die Anschlusskosten für den Einzelnen möglichst gering zu halten.

Um das Projekt wirtschaftlicher zu gestalten, suchte man die Zusammenarbeit mit der Telemark, die die Trasse für die Verlegung von Lichtwellenleitern (LWL) nutzen konnte, um Rheinen gleichzeitig mit leistungsfähigen Internetanschlüssen zu versorgen.

Im Laufe des vergangenen Jahres gab es zu diesem Thema Informationsveranstaltungen vor Ort und viele Gespräche mit Bürgern. 55 Haushalte entschieden sich für Erdgas und Internet, so dass die Detailplanungen und damit einhergehenden Genehmigungsverfahren beginnen konnten.

Sie wurden in enger Zusammenarbeit mit den Behörden des Märkischen Kreises (Untere Wasserbehörde, Natur- und Umweltschutz) vorgenommen, so dass die erforderlichen Genehmigungen nur noch Formsache waren und der Umsetzung nun nichts mehr im Wege steht.

Als Vorbereitung wird derzeit im Letteweg in Hennen ein 530 Meter langes Schutzrohr verlegt, in das später die Glasfaserleitungen eingezogen werden sollen. Von dort bis zum Bahnhof Hennen können über eine Strecke von etwa 1.200 Metern vorhandene Schutzrohre zur Verlegung der Kabel genutzt werden. Die eigentliche, gemeinsame Gas- und LWL-Trasse wird vom Letteweg in Hennen über den Osterfeldweg bis nach Rheinen führen und 1.300 Meter betragen. In Rheinen selbst werden im Zuge der Tiefbauarbeiten noch 500 Meter Wasserleitung und die dazu gehörenden Hausanschlüsse erneuert.