Die Zukunft wird greifbar am Iserlohner Fritz-Kühn-Platz

Am Fritz-Kühn-Platz zeigten (v.r.) Stadtplaner Thorsten Grote

Am Fritz-Kühn-Platz zeigten (v.r.) Stadtplaner Thorsten Grote, Ingo Genster, Abteilung Stadterneuerung und Freiraumplanung, Stadtbaurat Mike-Sebastian Janke und Pressesprecherin Christine Schulte-Hofmann die Umgestaltungsarbeiten. (Foto: Claudia Eckhoff)

Iserlohn. (clau) Die Umgestaltung des Fritz-Kühn-Platzes nimmt Formen an. Allmählich lässt sich erahnen, was hier im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt Iserlohn“ entstehen wird.

„Man kann schon deutlich sehen, wie gut das werden wird, wenn der Platz baulich erst einmal wachgeküsst ist“, sagte Anfang dieser Woche Stadtbaurat Mike-Sebastian Janke bei einer Begehung mit der Presse.
„Iserlohner Museumsinsel“
Der neugestaltete Platz, den die Bauernkirche, die Stadtmauer, die Oberste Stadtkirche, das Stadtmuseum, das Museum für Handwerk und Postgeschichte, das Rampelmannsche Haus und etliche andere historische Gebäude säumen, mausert sich zur „Iserlohner Museumsinsel“. Die Baumaßnahme, die – beschlossen vom Rat der Stadt Iserlohn – im Juni 2016 begonnen hat, liegt gut im Zeitplan. Sie ist die letzte Phase der gewaltigen Umstrukturierung des Stadtteils, die schon zwei Kreisverkehre im Umfeld des Platzes hervorbrachte. Am östlichen Platzrand ist das moderne, behindertengerechte Toilettenhaus für Platzbesucher und Fahrgäste des ÖPNV schon in Betrieb genommen worden.
Park-Leben am Bach
Die Hemeraner Firma Leci hat nun große Flächen des Park-Areals im Ostteil bereits fast fertig gestellt. Rasenflächen, Wegeverbindungen und die schon gepflasterten Vorplätze vor den beiden Museumsgebäuden lassen das zukünftige Platzbild erahnen.
Laternen stehen schon, neue Bänke und Papierkörbe folgen bald. In Kürze kann gesät und gepflanzt werden. Nahe der Stadtmauer entsteht als nächstes der Themen-Spielplatz, der „ritterlich“ die mittelalterliche Stadtgeschichte aufgreift.
Bis Ostern soll der östliche Bereich fertig sein. Dann beginnt der Umbau der Inselstraße und die Fertigstellung des 150 Meter langen Wasserlaufs. Er wird das wesentliche Gestaltungselement sein, das den ganzen Platz prägt. Er lädt ein, am Rande des flachen Baarbachwassers auszuruhen, zu entspannen, zu spielen, zu toben, zu philosophieren – oder was auch immer. Sogar ein ganz klein wenig Meer-Urlaub für die Füße bietet er, denn sein Betonbett ist ein original Nordseewatt-Abdruck. Bis zum Beginn der Sommerferien soll alles weitgehend fertig werden.
Zu 80 Prozent gefördert
Die landschaftsgärtnerischen Arbeiten kosten 1,3 Millionen Euro. Sie werden zu 80 Prozent getragen aus dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“. Ansprechpartner bei der Stadt ist Ingo Genster von der Abteilung Stadterneuerung und Freiraumplanung, Tel. 02371 / 217-2811, E-Mail ingo.genster@iserlohn.de.