Iserlohn. Vor 50 Jahren haben sie ihr Studium Konstruktionstechnik an der damaligen Ingenieurschule in Iserlohn abgeschlossen. Zum Jubiläum trafen sie sich nun wieder in der Waldstadt und ließen sich von Dekan Prof. Dr. Wolfgang Schütte die heutige Fachhochschule Südwestfalen zeigen. Gemeinsam mit ihren Ehefrauen waren die Ehemaligen bereits am Vorabend angereist und hatten einen fröhlichen Abend erlebt.

Von den ehemals 16 Absolventen konnten leider nur noch sechs an der Jubiläumsveranstaltung teilnehmen. Für sie war die Studienzeit aber immer noch frisch und präsent. Zu den schönsten Erlebnissen, darin waren sich alle einig, zählten die regelmäßigen Semesterabende, an denen kräftig gefeiert wurde. Eine gute Erinnerung hatten alle aber auch noch an den Schabernack zu Semesterende. Das damals vor dem Eingang stehende Kunstwerk Phönix wurde regelmäßig geteert und gefedert, bis die Hochschule die Skulptur schließlich entfernte.

Nach dem Studium verstreuten sich die Absolventen in ganz Deutschland. Einige verschlug es beruflich nach der Wende auch in den Osten. „Damals glich das Studium eher einem Schulbetrieb mit Anwesenheitspflicht“, berichtete Wolfgang Schonefeld. „Wer länger als die sechs Semester Regelstudienzeit brauchte, benötigte eine Genehmigung.“ Auch die Wahlpflichtfächer waren sehr eingeschränkt. „Es gab einen von uns gewählten Semestersprecher, der jeden Morgen mit dem Semesterbuch, in dem die Anwesenheit vermerkt wurde, zu den Veranstaltungen kam“, ergänzte Friedrich Steinfort.

International war die Hochschule auch schon vor 50 Jahren. Zu den Kommilitonen zählten auch ein griechischer und ein syrischer Student.

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