ERGI-Damen sind im Pokal nicht zu stoppen

Gewohntes Bild für die ERGI-Fans: Die Damen-Mannschaft der Iserlohner feiert einen Titelgewinn. Beim 11:1 gegen Cronenberg ließen Wichardt

Gewohntes Bild für die ERGI-Fans: Die Damen-Mannschaft der Iserlohner feiert einen Titelgewinn. Beim 11:1 gegen Cronenberg ließen Wichardt, Neubert und Co. ihren Gegnerinnen im Pokalfinale keine Chance. (Foto: Tim Graumann)

Iserlohn. (tg) Mit einem Schützenfest untermauerte Iserlohn eindrucksvoll seine Vormachtstellung im deutschen Damen-Rollhockey und machte damit sein Double- Quartett aus Meisterschaft und Pokalsieg voll.

ERG Iserlohn – RSC Cronenberg 11:1 (6:1). Iserlohn ließ gar nicht erst den Zweifel aufkommen, sich auf dem Ergebnis des ersten Spiels ausruhen zu wollen und übernahm sofort die Kontrolle über die Partie. So sahen sich die Wuppertalerinnen von Beginn an in die Defensive gedrängt, wurden von den körperlich, technisch und läuferisch klar überlegenen Gastgeberinnen regelrecht vor dem eigenen Tor eingeschnürt.
Schon in dieser Phase hatte RSC-Torfrau Annika de Beau­regard die meisten Ballkontakte bei den Bergischen, bei schön herausgespielten Toren von Maren Wichardt (4.) und Katharina Neubert (8.) war aber auch die eifrige Torsteherin machtlos, die ansonsten Schlimmeres verhinderte.
Während Cronenbergs junge Garde um jeden Zentimeter kämpfen musste und nur selten über die Mittellinie kam, sprühten die Iserlohnerinnen vor Spielfreude und hatten sich klar auf die Fahnen geschrieben, Tore nur durch einstudierte Kombinationen zu erzielen. Dies gelang bis zur Pause nicht immer perfekt, doch vier weitere Treffer durch Katharina Neubert (13./18.), Maren Wichardt (14.) und Franziska Neubert (19.) gab es noch zu bejubeln. Und einmal durften sich auch die Gästespielerinnen freuen, die durch Anna Kaub (10./Glanzparade Jessica Ehlert) schon einen aussichtsreichen Konter gefahren hatten: Per Penalty war die RSClerin im zweiten Versuch zum 1:5 erfolgreich (19.).
Mehr aber ließen die Westfälinnen nicht zu, die im zweiten Durchgang die Konzentration hoch hielten und im Angriff bereits die erste Verteidigungslinie zogen, so dass Cronenberg sich kaum aus der Umklammerung befreien konnte. Hin und wieder enteilten Anna Kaub oder Lea Seidler zwar, doch bis zu Jessica Ehlert kam die Kugel nur in einem Fall. Da hatten Maren Wichardt (27./36.), Svenja Runde (30./43.) und nochmals Katharina Neubert (44.) schon längst einen zweistelligen Erfolg herausgeschossen, der für die teils überfordert wirkenden Gäste sogar noch geschmeichelt war, da Annika de Beauregard oftmals ein letztes, nicht zu überwindendes Bollwerk war.
ERGI: Ehlert; Pothöfer, Wichardt, F. Neubert, K. Neubert, La Rocca, Runge. – Torfolge: 1:0 (4.) Wichardt, 2:0 (8.) K. Neubert, 3:0 (13.) K. Neubert, 4:0 (14.) Wichardt, 5:0 (18.) K. Neubert, 5:1 (19./Penalty) Kaub, 6:1 (19.) F. Neubert, 7:1 (27.) Wichardt, 8:1 (30.) Runge, 9:1 (36.) Wichardt, 10:1 (43.) Runge, 11:1 (44.) K. Neubert.