„Fahrradfrühling“ in Iserlohn: Noch werden Mitwirkende gesucht

Iserlohn. Iserlohn wird grün. Nein, damit soll keine politische Aussage getätigt werden. Vielmehr geht es hier um eine Idee von Iserlohner Kaufleuten und Gastronomen: Denn was steht einer Waldstadt besser zu Gesicht, als eine Innenstadtaktion, die auf Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und vor allem jede Menge Spaß setzt? In Kooperation mit dem Stadtmarketing planen die Verantwortlichen der Iserlohner Werbegemeinschaft den „Fahrradfrühling“ – ein buntes Fest und ein Markt der Möglichkeiten rund um Ein-, Zwei- und manchmal auch Dreiräder. Gefeiert, gefeilscht und gestaunt wird am Sonntag, 19. Mai, von 11 bis 17 oder 18 Uhr.

Anmelden bis zum 10. April

Das große Rahmenprogramm steht bereits. Aber noch immer werden Aktive gesucht, die Lust haben, den „Fahrradfrühling“ in der Iserlohner City noch ein bisschen bunter zu machen. Wer sich beteiligen möchte, kann sich bis zum 10. April an Sebastian Schöler von der Werbegemeinschaft Iserlohn, Tel. 02371 / 8323120 oder rad@werbegemeinschaft-iserlohn.de wenden.

Die Innenstadt interessanter machen

Dirk Matthiessen, Leiter des Iserlohner Stadtmarketings, war beeindruckt vom Engagement all der Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister, die sich in der Iserlohner Werbegemeinschaft zusammengefunden haben. „Es ist mehr als anerkennenswert, dass es Kaufleuten nicht vorrangig ums Verkaufen geht, sondern vielmehr darum, die Stadt interessanter zu machen“, sagt er. Denn der Iserlohner Fahrradfrühling ist ohne verkaufsoffenen Sonntag geplant. Doch zugegeben: Es werden am 19. Mai Zählungen stattfinden, um das Besucher­interesse zu dokumentieren und gegebenenfalls bei einer Neuauflage des Fahrradfrühlings im kommenden Jahr einen verkaufsoffenen Sonntag zu ermöglichen. Der Sonntagsverkauf ist nämlich nur möglich, wenn feststeht, dass viele Menschen in die Innenstadt strömen, auch ohne dass die Geschäfte geöffnet sind.

Die Fahrradwelt ist bunter geworden

„Wir brauchen neue, interessante Events in der Innenstadt“, sagt Volker Hellhake, zweiter Vorsitzender der Werbegemeinschaft. „Events mit Zugkraft, die auch Menschen aus der Region nach Iserlohn kommen lassen.“ So ein Fahrradfrühling hat nach Auffassung von Vorstandsmitglied und Projektleiter Sebastian Schöler durchaus das Potenzial, zu einer festen Größe in der Region zu werden. Denn: „Viele Leute haben ein Fahrrad, fast jeder fährt Fahrrad“, sagt er. Das sportliche „Meilenfressen“ soll beim Fahrradfrühling deshalb genauso widergespiegelt werden wie das genussvolle Radeln beispielsweise mit dem E-Bike. Er erzählt eine Anekdote und muss schmunzeln: Während er von Winterberg aus den Ruhrtalradweg flussabwärts strampelt, kommen ihm, fröhlich pfeifend, im gleichen Tempo Senioren auf ihren E-Bikes bergauf entgegen. Die Fahrradwelt, davon ist der begeisterte Radler überzeugt, hat sich verändert, seit des E-Bikes gibt. Sie ist für noch mehr Menschen interessant geworden.

„Pumptrack“ als Publikumsmagnet

All das und noch viel mehr soll sich im Fahrradfrühling am 19. Mai wiederfinden. Dafür braucht es natürlich Platz. Und den haben die Werbetreibenden in Iserlohn geschaffen. die gesamte Innenstadt plus der Bereich des Poths wird sich in ein Dorado des Radfahrens verwandeln. Zum Poth lockt beispielsweise ein „Pumptrack“, ein Rundkurs mit Steigung und Gefälle, auf dem man sich fortbewegt, ohne zu trampeln. Die Geschwindigkeit entsteht durch das Hochdrücken, also Pumpen, den Körpers. Thilo Koesling von der Bikestation in Letmathe und Teil des Fahrradfrühling-Organisatorenteams, weiß: „Solch ein Pumptrack ist eine Riesenattraktion. Hier können Sportler, aber auch Kinder ab drei Jahren aktiv werden.“

Sichere Parkplätze für die Drahtesel

Die Innenstadt wird für den Autoverkehr gesperrt. Zwei gesicherte Fahrradparkplätze (im Bereich Poth und bei B&U) werden eingerichtet, damit Besucher, die mit dem Rad in die Stadt kommen, ihr Bike in guten Händen wissen und es nicht den ganzen Tag durch die Stadt schieben müssen.

Der Marktplatz wird sich in eine große Messe rund ums Rad verwandeln. Hier können Händler ihre Neuheiten vorstellen. Das müssen nicht unbedingt nur Räder sein. Auch Zubehör wie Fahrradschlösser, Helme oder sogar radtouristische Angebote werden hier zu Hause sein. E-Bikes können geliehen und getestet werden. Der ADFC bietet geführte Touren mit Leihrädern an.

Auf dem alten Rathausplatz wird‘s musikalisch zugehen. Auf einer Bühne treten heimische Bands auf.

Radball und Versteigerung

Eine Bühne ist auch am Brunnen auf dem Schillerplatz vorgesehen. Aber dort finden Fahrradversteigerungen statt. Der Werkhof aus Hagen hat bereits angekündigt, rund 200 Fahrräder zur Versteigerung zur Verfügung zu stellen. Auf dem Schillerplatz wird sich aber auch der RC Pfeil präsentieren. So spannend kann Radball sein.

Mit Segwayparcours und Hüpfburg wollen die Stadtwerke Iserlohn die Unnaer Straße in eine sportliche Fläche für die Besucher verwandeln.

Ein Fahrradflohmarkt wird die Straßen der Innenstadt in einen bunten Markt verwandeln. Wer mag, kann sein altes Schätzchen verkaufen. Damit die Käufer wissen, dass sie es mit verkehrstauglichen Rädern zu tun haben, kommen Experten zum Zug, die die Drahtesel zuvor durchchecken.

Die Organisatoren haben sich entschieden, von den Teilnehmern keine Standgebühr zu fordern. „Wir möchten niemanden unter finanziellen Druck setzen, sondern vielmehr jedem Lust machen, sich zu beteiligen“, sagt Werbegemeinschafts-Geschäftsführer Marc Tillmann. Damit Iserlohn noch grüner wird.

 

 

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