Frische Blumen in der Vase

Iserlohn. Sie kommen aus Deutschland, den Niederlanden, aber auch aus Kolumbien, Ecuador, Israel oder Ostafrika. Bis die Schnittblumen zu Hause für Farbe und Wohlfühlatmosphäre sorgen, haben sie oft einen langen Weg hinter sich. Damit die Schnittblumen den Transportweg frisch und unbeschadet überstehen, müssen sie in dieser Zeit optimal mit Wasser, Nährstoffen und Frischhaltemitteln versorgt werden. Dank einer patentierten Erfindung von Prof. Dr. Helmut Fobbe steht hierfür jetzt ein innovatives Verfahren zur Verfügung.

Abdichtmaterial von der FH

Erlebt hat es jeder schon einmal. Die Freude an den Schnittblumen währt nur kurz. Der Blumenstrauß verwelkt bereits kurz nach dem Kauf. Das liegt unter Umständen an der unzureichenden Versorgung während des Transports.

Mit dem neuen Abdichtmaterial aus Iserlohn sollte das in Zukunft nicht mehr passieren.

Prof. Dr. Helmut Fobbe vom Studiengang Bio- und Nanotechnologien der Fachhochschule Südwestfalen entwickelte das mittlerweile patentierte Verfahren. „Bislang wurden für den Transport zum Beispiel wassergetränkte Schwämmchen genutzt. Deren Fassungsvermögen ist jedoch eher gering. Hierbei und auch bei anderen Versorgungsmethoden ist die stetige Versorgung mit Wasser nicht gegeben“, berichtet Fobbe. Seine Lösung: Das Transportgefäß wird mit Wasser und den Schnittblumen befüllt. Anschließend wird eine Substanz, beispielsweise ein geeignetes Fett mit einer bestimmten Dichte, in flüssiger Form aufgebracht. Diese schwimmt auf der Wasseroberfläche, dringt zwischen die Blumenstängel und verfestigt sich. Auf diese Schicht wird eine wasserhaltige Flüssigkeit aufgetragen, die ebenfalls zwischen die Stängel dringt und sich danach zu einem Gel mit hinreichender Stabilität verfestigt.

Gegenüber herkömmlichen Mitteln sieht Prof. Fobbe bei seinem Verfahren viele Vorteile: „Die Schnittblumen werden während des Transports optimal versorgt“ Das Abdichtmaterial ist preiswert, ökologisch unbedenklich und biologisch leicht abbaubar. Auch empfindliche Pflanzen sind, da das Material sie nicht beschädigt, besser versendbar.“

Die Fachhochschule Südwestfalen hat das neue Verfahren patentieren lassen.