„Gedankenmodell“ für den Iserlohner Schillerplatz

Iserlohn. (th) Die Entwicklung des Schillerplatz-Areals ist ein entscheidendes Thema für Iserlohn. Um der großen Bedeutung gerecht zu werden, bildete sich eigens eine „Schillerplatz GmbH“, deren Aufsichtsrat unlängst tagte, um ein erstes „Gedankenmodell“ zu entwerfen, das alle „Bausteine“ des Areals berücksichtig.

Die vorläufigen Ergebnisse dieser „Planungs-Werkstatt“ stellten Mike Janke, Geschäftsführer der Schillerplatz GmbH, Michael Schmitt, Aufsichtsratsvorsitzender und Vorsitzender des Planungsausschusses, und sein Stellvertreter Volker Keitmann am Mittwoch, 24. Februar 2016, vor.

Positive Zusammenarbeit

Mike Janke, außerdem Leiter des Ressorts Planen, Bauen und Umweltschutz der Stadt Iserlohn, betonte dabei ausdrücklich, dass es sich „nur“ um ein „Gedankenmodell“ handelt, nicht um endgültige Entscheidungen, die bald umgesetzt werden könnten.

Doch so ein Modell sei eine wichtige Grundlage, auf der überhaupt erst weiterreichende Entscheidungen gefällt werden könnten. Er freute sich über die konstruktive, „eindrucksvoll positive“ Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Zu den einzelnen Bausteinen, die es bei der Planung des Gesamtkonzepts zu berücksichtigen gilt, gehören das Rathaus 1, das Rathaus 2, das Gebäude der Sparkasse, das Karstadt-Warenhaus, die Brücke über den Theodor-Heuss-Ring und natürlich der Platz selbst.

Obwohl ausdrücklich noch nichts entschieden wurde, erscheint die Verwirklichung  einiger Maßnahmen aus unterschiedlichen Gründen bereits als sehr wahrscheinlich.

Wahrscheinliche Maßnahmen

Nach jetzigem Stand soll das Rathaus 1 auf jeden Fall an seinem aktuellen Standort bestehen bleiben. Das Gebäude wird jedoch kernsaniert, sodass es schließlich auf dem Stand eines Neubaus sein wird. Karstadt soll weiterhin Mieter im jetzigen Gebäude bleiben, derzeit „laufen gute Gespräche“ mit der Warenhauskette.

Der Schillerplatz wird voraussichtlich auf das historische Niveau herabgesenkt, wobei gerade bei dieser Maßnahme erst alle Bausteine ineinander passen müssen.

Die Brücke in ihrer jetzigen Form wird auf alle Fälle verschwinden, entweder es wird eine neue Brücke gebaut oder aber gar keine – in dieser Hinsicht wollen die Verantwortlichen möglichst lange mit zwei Varianten planen.

Bürgerbeteiligung

Entscheidend bei allen weiteren Überlegungen ist vor allem auch die Beteiligung der Bürger. Denn schließlich sollen sie irgendwann den neuen Schillerplatz als zentrales Element der Iserlohner Innenstadt annehmen.

Die Bürgerinnen und Bürger Iserlohns sind dazu aufgerufen, ihre Wünsche und Vorstellungen einzubringen. Mindestens das Jahr 2016 soll noch genutzt werden, um das Gedankenmodell weiterzuentwickeln, bevor die konkrete Umsetzung geplant werden kann.