Grundschulkinder spielen bald in Halbzeitpausen

Das Konzept zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes (FNP) stellten Sarah Werlemann (l.) mit ihren Kollegen Simon Willemsen (r.) und Thomas Scholl (2.v.r.) vom Planungsbüro „Plan-lokal“ sowie Oberbürgermeister Erik O. Schulz

Das Konzept zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes (FNP) stellten Sarah Werlemann (l.) mit ihren Kollegen Simon Willemsen (r.) und Thomas Scholl (2.v.r.) vom Planungsbüro „Plan-lokal“ sowie Oberbürgermeister Erik O. Schulz, Barbara Hammerschmidt, Ma

Iserlohn. (lz/Red.) Mit dem Schuljahr 2017/18 startet ein neues Projekt der Iserlohn Kangaroos und der Märkischen Bank Iserlohn: Denn ab dann soll es eine Grundschulliga geben, die an jedem Spieltag der 2. Basketball-Bundes­liga in der Halbzeitpause der Kangaroos-Spiele selbst auf dem Spielfeld steht und dort beweist, dass neben den großen Stars auch die Kleinen Großes können. Dazu werden an den Spielabenden jeweils zwei Grundschulteams vor den Iserlohner Basketballfans in der neuen Hemberghalle antreten.
Fünf Minuten Spielzeit sind angesetzt, gespielt wird fünf gegen fünf. Sieben Personen spielen in je einer Mannschaft, sodass ein stetiger Wechsel der Zweit- bis Viertklässler möglich ist. Zwei bis vier Spiele kann jedes Team so in einem Schuljahr bestreiten. Außerdem gelten hier die Miniregeln – und auch ein Unentschieden ist möglich. „Wir lassen das Spiel laufen ohne große Unterbrechungen“, erklärt Milos Stankovic, Jugendkoordinator der Kangaroos. „So ist auch ein fliegender Wechsel der Spieler möglich.“
Erlebnisse statt Ergebnisse
Die Grundschulliga ist ein vereins­eigenes Jugendförderprogramm für Grundschüler der 2. bis 4. Schulklasse, mit dem es sich die Iserlohn Kangaroos zum Ziel gesetzt haben, eine noch engere Verzahnung zwischen Schul- und Vereinssport zu leben. „Anstoß zu dem Projekt kam durch Matthias Grote. Diese erste Idee haben wir dann gemeinsam weiterentwickelt. Bei der Idee zur Grundschulliga geht es vor allem darum, den Kindern auf einer neuen Ebene Spaß an der Bewegung zu vermitteln“, sagt Zlata Dahmen von den Iserlohn Kangaroos bei der Vorstellung des Konzeptes am vergangenen Donnerstag, 5. Oktober in der Märkischen Bank in Iserlohn.
„Das Projekt steht voll und ganz unter dem Motto ‚Erlebnisorientiert statt Ergebnisorientiert‘“, fügt sie an. „Ich finde, Sport muss Spaß machen und das müssen wir den Kindern vermitteln“, sagt sie. „Auch wenn viele, die mich als Trainerin kennen, wissen, dass es mein Anliegen ist, Spaß zu vermitteln und Leistung dafür zu bekommen“, lacht sie.
Vorbereitung
Vorbereitet werden die Schüler der bereits zugesagten sechs Schulen aus dem Raum Iserlohn und Hemer durch sogenannte Basketball-AGs und durch die Unterstützung der Kangaroos-Trainer. „Vorbereitet werden die Schüler vor allem durch ihre Lehrer“, sagt Milos Stankovic. „Fünf Schulen haben bereits fest zugesagt“, ergänzt Zlata Dahmen. Dabei sind die Grundschule Bömberg, die Burgschule, die Südschule, die Grundschule Hennen, die Grundschule Auf der Emst und die Albert-Schweitzer-Grundschule aus Hemer. „Wir sehen die Zukunft darin, in den Schulen langfristig auch Vereinssport anzubieten und diese Verbindung zwischen Familie, Schule und Verein zu schaffen“, sagt Zlata Dahmen. Dem stimmt auch Hermann Backhaus, Vorstandsvorsitzender der Märkischen Bank, zu. „Das Projekt ist eine gute Chance, unsere Nachwuchsförderung nachhaltig zu verändern“, sagt er. „Kinder müssen Bewegung haben und wir sehen hier die Chance, Schulen und Familien zu binden und gesellschaftliche sowie sportliche Aspekte zu vereinen“, fügt er an.
Keiner geht leer aus
Freizeit mit Spaßfaktor im Sport finden und junge Menschen früh an den Sport heranführen, so lautet die Devise. Und dabei geht niemand leer aus. Denn schließlich warten auf die kleinen Gewinner neben Urkunden und Medaillen noch weitere Überraschungen. Eine Idee, die sich, so wünschen sich die Organisatoren, hoffentlich in den Schulen durchsetzen wird.