Iserlohn. Eine bewährte Veranstaltungsreihe trägt in diesem Jahr ein neues Gewand: Die Iserlohner Sommernächte locken diesmal nicht auf den Marktplatz in der Innenstadt. stattdessen dürfen die Iserlohner die lauen Sommernächte auf dem Fritz-Kühn-Platz genießen. Hier haben die Organisatoren noch mehr Platz vorgefunden. Das bedeutet: mehr Sitzmöglichkeiten, eine größere Bühne und ein noch ausgefeilteres Programm.
Wer an den Fritz-Kühn-Platz denkt, hat die ausgedehnten Rasenflächen vor Augen. Doch keine Sorge: Selbst wenn es einmal geregnet haben sollte, muss niemand im Matsch stehen. Und auch der Rasen wird das sommerliche Spektakel überstehen. Für Veranstaltungen wie diese hat die Stadt Iserlohn eigens einen so genannten Eventboden angeschafft. Dabei handelt es sich um licht- und wasserdurchlässige Platten, die auf dem Fritz-Kühn-Platz verlegt werden. Und weil das Areal so viel Platz bietet, muss der Kinderspielplatz nicht wie in der Innenstadt abgebaut werden. So können sich die Eltern bei dem Festival vergnügen, während die Kleinen sich auf dem Spielplatz austoben.

Los geht es bereits in einer Woche. Zum Auftakt am Samstag, 21. Juli, heißt es „Iserlohn goes 50th“. Wieder tauchen die Veranstalter und auch die Besucher tief ein in die 50er Jahre. Tanz, Mode und Oldtimer bilden eine zauberhafte Kulisse für Bands wie die „Sweet­hearts“ oder „Bopping B“, die die deutsche Wirtschaftswunderzeit auch mit Rockabilly auf die Bühne bringen.

Neu zum Sommernächte-Programm gehört das Pagan-Festival am Freitag, 27. Juli, auf dem Musik erklingt, wie sie vielleicht damals von mittelalterlichen Spielleuten zu hören war. „Comes Vagantes“ ziehen als Spielleute über den Platz und holen die alten Zeiten der mittelalterlichen Jahrmärkte nach Iserlohn.

Für Musik sorgt ab 20 Uhr die Formation Mythemia. Mit vielerlei Instrumenten untermalt die Band ihre Geschichten von fernen Landen.

Das Folk-Festival hat im vergangenen Jahr begeistert. Deshalb halten die Veranstalter auch in diesem Jahr daran fest. Gefeiert wird am Samstag, 28. Juli. Beginnen wird dieser Abend mit der „Killkenny-Band“, die traditionelle irische Folk-Songs serviert. Eine etwas andere Farbe bringt die Gruppe Tir Nan Og auf die Bühne. Der Begriff Tir Nan Og stammt aus dem Gälischen. Es ist der Name für das „Land der ewigen Jugend“, Das Sextett hat schon so manche internationale Bühne geentert und heizt den Gästen regelmäßig ein mit
kreativem Irish und Celtic Folk-Rock, Beats die in die Füße und Texten, die in die Kehle gehen.
Genuss Pur, das Genießerfest lockt vom 2. bis zum 5. August auf den Fritz-Kühn-Platz.
Ein Mix aus großen Bands, Straßentheater, Stelzenläufern, ein riesiges Kinderfest, ein Gottesdienst und vieles mehr bildet den Rahmen rund um die kulinarischen Angebote auf dem Platz.

Natürlich lockt das Genießerfest mit Musik. Hochkarätige Bands werden erwartet. Am Samstagnachmittag, 4. August, gibt‘s zudem Blasmusik und eine Operette unter freiem Himmel. Ein Streichquartett und fünf Sängerinnen beziehungsweise Sänger laden ihr Publikum, das auf den Treppen Platz nehmen kann, ein, den „Vogelhändler“ zu entdecken.
Ebenfalls am Samstag, 4. August, ab 21 Uhr werden die „Komm Mit‘Mann!s“ die Gäste auf dem Fritz-Kühn-Platz mit ihrem souligen Auftritt in die Sommernacht begleiten.
Der Sonntag, 5. August, steht natürlich wieder im Zeichen der Familie. Ab 11.30 beginnt das große Kinderfest mit Mitmachzirkus, Kinderschminken, Luftballonzauberei, der Feuerwehr, Hüpfburgpark und vielem mehr.

Der Schlusspunkt der Sommernächte am 24. und 25. August ist eigentlich eher ein Ausrufezeichen. Weit über 60 Musiker werden den Beatgarden zum Kochen bringen. „The Magic Mumble Jumble“ präsentiert Weltmusik vom Allerfeinsten. Einflüsse aus Folk, Pop, Indie und Jazz und eine farbenfrohe Instrumentierung fügen dem Grau jeder Stadt, in der die Band auftritt, einen nachhaltigen Farbklecks hinzu.
Mit Spannung erwarten können die Iserlohner auch die Funk- und Soul-Formation Jam Connection.

Für den Samstag wiederum haben sich Virgin und die Peewee Bluesgang eine Horde von Musikern eingeladen, die bunter nicht sein kann. Insgesamt fast 30 Musiker tummeln sich an diesem Tag auf der Bühne. Unter der künstlerischen Leitung von Thomas Hesse wird der Fritz-Kühn-Platz vier Stunden lang beben.