Iserlohn fahndet nach „illegalen“ Vierbeinern

Iserlohn. (Red.) Verstecken nutzt nichts. Nach den Sommerferien 2012 machen sich von der Stadt Iserlohn engagierte „Fahnder“ auf den Weg, „illegale“ Fiffis und Bellos aufzuspüren. 13 Jahre liegt die letzte „Hundezählung“ in Iserlohn zurück. Nun soll wieder nachgehakt werden. Nach den großen Ferien werden sämtliche Iserlohner Haushalte von Mitarbeitern einer beauftragten Firma befragt, ob ein oder mehrere Hunde im Haushalt gehalten werden und zu welcher Rasse sie gehören, wer der Halter ist und seit wann die Hundehaltung besteht.

Mit der Bestandsaufnahme hat die Stadt Iserlohn erneut die Firma Springer Kommunale Dienste aus Düren beauftragt, die inzwischen in über 500 solcher Projekte in ganz Deutschland Erfahrung sammeln konnte. Die Mitarbeiter dieses Unternehmens werden vor ihrem Einsatz auf das Datengeheimnis und die gewissenhafte Erfüllung ihrer Aufgaben verpflichtet. Ausgestattet mit einer von der Stadt Iserlohn ausgestellten, mit Lichtbild versehenen Legitimation, die offen zu tragen ist, werden alle Grundstücke aufgesucht. Die Interviewer befragen nur die volljährigen Bewohner. Die erforderlichen Fragen werden an der Haustür gestellt, die Wohnungen dürfen nicht betreten werden. Unterwegs sind die Zähler ab dem 23. August 2012, montags bis freitags zwischen 10 und 20 Uhr sowie samstags zwischen 9 und 17 Uhr. An Sonn- und Feiertagen findet keine Befragung statt. Nicht angetroffene Haushalte werden schriftlich informiert.

Die Bestandsaufnahme ist laut Stadtverwaltung die einzige verlässliche Möglichkeit, den Hundebestand in Iserlohn zu ermitteln. Die dabei festgestellten Hunde werden im Bereich Steuern und Gebühren darauf überprüft, ob sie angemeldet sind. Sollte dies nicht der Fall sein, werden die Halter zur Anmeldung aufgefordert.

Die Feststellung bisher nicht angemeldeter Hunde führt nicht nur zu einer größeren Steuergerechtigkeit und dürfte im Sinne der vielen Hundehalter sein, die ihre Hunde korrekt angemeldet und versteuert haben, sondern auch zu einer höheren Einnahme für die Stadt Iserlohn. Die letzte Überprüfung des Hundebestandes im Jahr 1999 ergab, dass 980 Hunde neu zu versteuern waren, was einem Zugang von 26,9 Prozent entsprach.

Die Stadt Iserlohn bittet alle Bürger, an der Befragung teilzunehmen. Bis zum Beginn der Bestandsaufnahme können Hundehalter, die ihren Vierbeiner bisher noch nicht angemeldet haben, die Anmeldung nachholen, entweder beim Bereich Steuern und Gebühren im Iserlohner Rathaus, Schillerplatz 7, oder in den Bürgerservicestellen in Letmathe, Von-der-Kuhlen-Straße 14, und in Hennen, Hennener Bahnhofstraße 20a.