Jubiläumskonzert des „Amadeus Guitar Duos“


Das „Amadeus Guitar Duo“ wird zwanzig Jahre alt. Dale Kavanagh und Thomas Kirchhoff spendieren dreimal zwei Eintrittskarten zu ihrem Jubiläumskonzert am Samstag, 7. Mai. (Foto: privat)

Iserlohn. (clau) Das „Amadeus Guitar Duo“ mit Thomas Kirchhoff und seiner aus Kanada stammenden Frau Dale Kavanagh gehört zur internationalen Spitzenklasse der Gitarrenspielkunst. Über 950 Konzerte in mehr als 50 Ländern Europas und Nord-, Mittel- und Südamerikas hat das Duo gegeben, das auch an der Musikhochschule in Detmold lehrt. Mit etlichen namhaften internationalen Orchestern spielen die beiden Künstler regelmäßig.

Zahlreiche CDs haben sie herausgebracht und immer wieder Produktionen für Rundfunk und Fernsehen eingespielt. Das Internationale Gitarren-Symposion, zu dem Jahr für Jahr über 200 Teilnehmer aus mehr als 40 Ländern nach Iserlohn pilgern, haben die beiden 1992 ins Leben gerufen. Nun wird das Duo 20 Jahre alt und feiert diesen runden Geburtstag mit einen Jubiläumskonzert am Samstag, 7. Mai, um 19 Uhr in der Obersten Stadtkirche. Thomas Kirchhoff gewährte im Vorfeld dem wochenkurier einen persönlichen Blick in die Welt des „Amadeus Guitar Duos“.

wochenkurier: Herr Kirchhoff, welchen Beruf hätten Sie heute, wenn Sie nicht Gitarrist geworden wären?

Thomas Kirchhoff: Schauspieler. Das wollte ich unbedingt werden, als ich ungefähr 17 Jahre alt war. Da habe ich in der Theater-AG des Woeste-Gymnasiums in Hemer mitgespielt. Vielleicht wäre ich aber auch Arzt geworden. Man sagt scherzhaft von mir, ich hätte den diagnostischen Blick. Der Arztberuf liegt bei uns in der Familie.

Wann haben Sie angefangen, Gitarre zu spielen?

Erst mit 18. Aber die Gitarre war nicht mein erstes Instrument. Als Kind habe ich schon Klavier und Querflöte gespielt. Ich war also schon recht alt, als ich zur Gitarre kam, war aber wohl auch das, was man „begabt“ nennt. Nach drei Monaten Unterricht an der Iserlohner Musikschule stand für mich fest, dass ich Musik – und zwar Gitarre – studieren wollte. Allerdings hat mein Lehrer mich da doch noch ein wenig bremsen können. Nach 2 1/2 Jahren bin ich dann tatsächlich zum Studium gegangen – unter anderem später nach London.

War denn Ihre Frau ein Wunderkind an der Gitarre?

Schon eher. Dale hat mit etwa 8 Jahren angefangen zu spielen. Dann hat sie ihren Lehrer kennengelernt und ist ihm mit 18 Jahren nach Italien und in die Schweiz gefolgt.

Wie haben Sie sich kennengelernt?

Am Telefon. Ich war damals auf der Suche nach einem neuen musikalischen Partner. Jemand empfahl mir Dale. Unser erster Kontakt war ein Telefongespräch. Wir wurden Partner, bald auch ein Paar – und dann 1995 Eltern.

Sie sind viel unterwegs. Wie spielt sich Ihr Alltagsleben ab?

Wir sind ständig unterwegs. Um von der Musik leben zu können, darf man kein Angebot ausschlagen. Wer ablehnt, wird beim nächsten Mal vielleicht gar nicht wieder eingeladen. Das kann man sich nicht leisten. Um erfolgreich zu sein, muss man alles geben. Und zwar immer. Da entsteht einerseits ein enorm hoher Druck, der eine Familienplanung und einen normalen Tagesablauf unmöglich macht. Andererseits aber erleben wir auch eine enorme Befriedigung. Das Publikum und die Kritiker sind eigentlich immer wohlwollend. Wir ernten überall Applaus und Lob. Allerdings sind wir selbst oft viel kritischer mit uns und unserer Arbeit.

Haben Sie es schon mal bereut, nicht irgendwo ein stilles Leben als Beamter oder Sachbearbeiter zu führen?

Nein, nie. Wir sind durch unsere Kunst sehr freie Menschen, die selbstgewählt in zum Teil großen Zwängen leben.

Was gehört zu ihren schönsten Erlebnissen in den 20 Jahren?

Die Begegnung mit vielen großartigen Menschen und Künstlern. Ganz besondere Momente sind es, wenn sie zum Teil ein Jahr lang an einem Kompositionsstück arbeiten, das sie uns dann widmen und anvertrauen. Das ist eine großartige Ehre! Etwas ganz besonderes war für uns zweifellos die Zusammenarbeit mit dem Panflötenspieler Gheorghe Zamfir aus Bukarest. Der ist ein geniales musikalisches Urviech, das keine Noten lesen kann, aber aus dem Vollen schöpft.

Was war ihr vielleicht schrecklichster Moment?

O je! Das war ein angeblich ausverkauftes Konzert im mexikanischen Cuernavaca. Noch fünf Minuten vor Beginn war aber keine Menschenseele da. Totenstille. Wir waren sehr verwirrt. Aber als wir Minuten später auf die Bühne kamen, war der Saal rappelvoll. Lauter Gitarrenberühmtheiten, Berufskollegen aus der Spitzenliga, saßen in der ersten Reihe. Das war absolut schockierend! Ich dachte, ich könnte überhaupt nicht spielen, so habe ich geflattert!

Verlosung

Karten zu 15,00 Euro für das Jubiläumskonzert am Samstag, 7. Mai 2011, um 19 Uhr in der Obersten Stadtkirche sowie das ausführliche Programm- und Jubiläumsheft gibt es bei der Stadtinformation am Stadtbahnhof (Telefon 0 23 71 / 2 17 18 19) oder am Konzertabend ab 18 Uhr an der Abendkasse.

Wer Glück hat, kann aber auch dreimal zwei Freikarten oder eine von zwei CDs des Duos gewinnen!

Bitte schreiben Sie dazu das Stichwort „Amadeus Guitar Duo“ zusammen mit Ihrem Namen, Ihrer Adresse und Ihrer Telefonnummer auf eine Postkarte und schicken Sie sie an den wochenkurier, Friedrichstraße 22, 58636 Iserlohn. Einsendeschluss ist Mittwoch, 13. April 2011. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.