„Kirchen und Kino“: 14. Spielzeit startet

Iserlohn. (clau) Die ökumenische Filmreihe „Kirchen und Kino. Der
Filmtipp“ startet in die 14. Spielzeit. Das Projekt zeigt Filme, die nicht nur
von der evangelischen und katholischen Filmjury ausgezeichnet wurden, sondern
auch auf bekannten internationalen Filmfestivals.

Los geht es am Montag, 26. September 2016, mit dem Film „Taxi Teheran“. Ein
DVD-Händler, zwei Damen mit Fischglas und ein vorlautes Mädchen sind nur einige
Gäste, die der mit Berufsverbot belegte ­Regisseur Jafar Panahi in sein Taxi
bittet. Bei der heimlich gefilmten Fahrt durch die ­iranische Hauptstadt
entsteht so mit Witz und Courage ein vielschichtiges Gesellschaftsportrait.
Bis Mai zeigt der Filmpalast Iserlohn am Kurt-Schumacher-­Ring die acht
herausragenden Filme in der „Kirchen und Kino“-Reihe. Die Regisseure stammen aus
so verschiedenen Ländern wie Israel, Dänemark, den USA, dem Iran, der Türkei
oder Deutschland.
Ganz nah am Leben
„Die Filme sind nah am Leben, an Themen, die jeden betreffen. Die Freiheit,
ihre Verteidigung oder eben auch ihre leidvolle Eingeschränktheit sind zentrale
Motive“, sagt Ulrich Vaorin, Medienreferent des Evangelischen Kirchenkreises
Iserlohn. Seit vielen Jahren betreut er die Filmreihe zusammen mit Werner Mäsing
vom ­Katholischen Bildungswerk MK, der nun in Silvia Beckmann eine
engagierte und filmbegeisterte Nachfolgerin gefunden hat.
Die Filme künden unabhängig von ihrer jeweiligen ­geistigen Beheimatung
von der Sehnsucht des Menschen nach einem „Mehr des Lebens“. Manchmal tragisch,
manchmal komisch, manchmal sogar schräg und grotesk geht es um Verantwortung, um
Schuld, um Liebe, um den Tod, um Verstricktheit in familäre und
gesellschaftliche Zwänge – und um den unbedingten Drang zur Freiheit und
Selbstbestimmtheit.
Der Flyer mit allen Terminen liegt an vielen Stellen aus und ist auch im
Filmapalast Iserlohn erhältlich.
Eigener Fan-Kreis
Die Reihe „Kirchen und Kino“ hat mittlerweile durchaus ihre eigenen Fans.
„Das ist häufig ein Klientel, das sonst nicht unbedingt ins Kino kommt“,
berichtet Kadir Alural, Theaterleiter des Filmpalasts Iserlohn.
Es sind Menschen, die sich jenseits der Hollywood­schinken für besondere
Filme mit ernstem Touch interessieren. Innerhalb der katholischen und
evangelischen Gemeinden verabreden sich oft ganze Gruppen zum Filmbesuch.
Gezeigt werden die Filme jeweils einmal monatlich montags um 20 Uhr. Der
Eintritt kostet 5 Euro. Die Besucher werden persönlich zum Film­abend
begrüßt und kurz ins Thema eingestimmt. Wer möchte, kann anschließend noch mit
Ulrich Vaorin und Silvia Beckmann ins Gespräch kommen.
„Man kann wie immer Tickets auch online buchen“, sagt ­Kadir Alural. „Für
Schulklassen können wir nach Absprache Extra-Termine am Nachmittag oder ab
einhundert Personen sogar vormittags ermöglichen.“
Infos dazu gibt es unter Tel. 02371 / 774200. Zur Vorbereitung der
Schulklassen sind Unterrichtsmaterialien erhältlich.