Iserlohn. Diese „Kleine Raupe“ hat eine große, wichtige und oft schwere Aufgabe: Der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst unter dem Dach der Johanniter betreut schwer erkrankte Kinder mobil in ihren Familien. Anliegen der „Kleinen Raupe“ ist es, schwerstkranken Kindern und Jugendlichen, die einen hohen Pflegeaufwand beanspruchen und deren Lebenszeit nur begrenzt ist, in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung zu unterstützen, zu betreuen, Trost zu spenden, Ermutigung zu geben und ihnen auf dem Weg des Abschiednehmens zur Seite zu stehen.

Der Hospizdienst arbeitet mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Schulung durch Spenden finanziert wird. Die Familien können den Dienst kostenlos in Anspruch nehmen.

Hospizdienst-Leiterin Bettina Wichmann freut sich über jeden zusätzlichen Euro, der eingesetzt werden kann, um den Kindern und ihren Familien eine besondere Freude zu machen. „Zum Beispiel sind ein ‚Mensch-ärger-dich-nicht‘-Spiel oder eine Uno-Kartenset in spezieller Ausführung für Blinde einfach unverhältnismäßig teuer“, sagt sie.

Da kommt ihr die Spende der Stadtwerke gerade recht. Der Heimatversorger hat zum vierten Mal in Folge auf Präsente zur Weihnachtszeit verzichtet und den Gegenwert von 1000 Euro in eine Spende für den guten Zweck verwandelt. Die „Kleine Raupe“ kann damit nun etwa Familien eine wohltuende Reittherapie auf dem Freizeithof Mesterscheid in Hemer ermöglichen. „Es tut besonders auch den Geschwisterkindern und den Eltern gut, einfach mal etwas Anderes, etwas Schönes zu erleben und zu fühlen“, weiß Bettina Wichmann.