Kündigung wegen JVA-Neubau: Inge Blask fordert andere Lösung

Drüpplingsen. Seit 43 Familien in unmittelbarer Nachbarschaft der JVA Iserlohn-Drüpplingsen die Kündigung ihrer Wohnungen ins Haus geflattert sind, regt sich Widerstand gegen das Vorhaben und vor allem die Art und Weise des Umgangs des Landes mit den Bewohnern. Nun hat sich die SPD-Landtagsabgeordnete Inge Blask eingeschaltet.

Die JVA Iserlohn in Drüpplingsen soll laut Beschluss von 2014 für rund 150 Millionen Euro neu gebaut werden. Seinerzeit war der damalige Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) in Iserlohn und hat das Bauvorhaben mit der Stadt und dem Bürgermeister erläutert.

Seitdem hat sich der Baubeginn mehrfach verzögert, ist aber nun für 2021 festgesetzt worden. Für die Anrainer der JVA und vor allem für die rund 140 Bewohner der 44 landeseigenen Dienstwohnungen in unmittelbarer Umgebung hat die Ankündigung aber bereits jetzt gravierende Konsequenzen: Ihnen sind ihre Wohnungen zum 31. Juli 2019 gekündigt worden.

„Zurecht sind die Drüpplingser erzürnt über den Umgang der Landesregierung mit ihnen“, betont Inge Blask. „Sie wollen in ihrem Quartier wohnen bleiben und haben vom Land keinerlei Alternativen angeboten bekommen.“ Gerade das Land habe als Vermieter auch eine soziale Verantwortung gegenüber seinen Mietern, der es in diesem Fall offensichtlich nicht nachgekommen sei.

Deswegen hat die SPD-Landtagsabgeordnete Inge Blask bei der Landesregierung angefragt: „Es kann nicht sein, dass den Anwohnern mit der Kündigung ihrer Wohnungen nun derart vor den Kopf gestoßen wird – vor allem, da das Land die Baupläne schon seit Jahren in der Schublade hat. Es muss eine bessere Lösung für die Drüpplingser geben, die gerne in ihrem Viertel wohnen bleiben möchten.“