Meine Geschichte vom Frieden

Iserlohn. (th) Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens ist stolz auf Iserlohn. Nicht nur die Flüchtlingsarbeit in den vergangenen Monaten hat gezeigt, dass der Frieden im Vordergrund stehen muss, und es in der Waldstadt eben auch tut. Eine „Isgida“ oder ähnliches gibt es nicht. Damit das auch so bleibt, ist es „ganz wichtig, dass in Iserlohn immer wieder ganz aktiv zum Frieden aufgerufen wird“, so der Bürgermeister.

Deshalb musste Ahrens auch nicht lange überlegen, als er vom Runden Tisch der Religionen gebeten wurde, die Schirmherrschaft des Friedenspreises für Jugendliche zu übernehmen, den dieser unter dem Motto „MEINE Geschichte vom Frieden“ ausgerufen hat.

Frieden vorbereiten

Der Runde Tisch der Religionen wurde in Iserlohn 2012 ins Leben gerufen. Vertreter der evangelischen, katholischen und griechisch-orthodoxen Kirchen, der muslimischen DITIB-Gemeinde, der Bahai- und der Hindu-Religion, der jüdischen Gemeinde sowie des Integrationsrats der Stadt Iserlohn tauschen sich dort aus, und versuchen gemeinsam den interreligiösen Dialog und den Frieden zu fördern. Ihr Leitsatz: „Wer den Frieden will, der muss den Frieden vorbereiten“

Im Sommer 2013 fand das erste Friedensfest der Religionen auf dem Schillerplatz statt. Diese Aktion des Runden Tisches findet seitdem alle zwei Jahre statt. In den Zwischenjahren werden verschiedene andere Projekte durchgeführt, in diesem Jahr der Friedenspreis. Superintendentin Martina Espelöer, Sprecherin des Runden Tisch der Religionen, bezeichnete den Beginn der Aktion als „freudigen Tag“.

Keine Grenzen

Das Ziel ist es, „Geschichten vom Frieden hervorzulocken“, so Espelöer. Dabei sind weder der Art der Geschichte, noch der Form der Darstellung Grenzen gesetzt. Auch kleine, zwischenmenschliche Begegnungen können große Wirkung für den Frieden haben. Die Initiatoren hoffen darauf, möglichst viele Geschichten zu hören.

Diese können als Text, Bild, Foto oder Film dargestellt werden. Teilnehmen können Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren. In drei Alterklassen prämiert eine Jury schließlich das jeweils beste Ergebnis mit 300 Euro, außerdem gibt es 500 Euro für die beste Gruppenarbeit.

Preisverleihung im Rathaus

Bis zum 30. September 2016 können die Teilnehmer ihre Arbeiten bei der Superintendentur im Haus des Kirchenkreises, Piepenstockstraße 21, abgeben. Die Preisverleihung findet am 30. November in der Städtischen Galerie im Rathaus statt.

Superintendentin Martina Espelöer hofft, dass viele tolle Ergebnisse bei dem Wettbewerb ans Licht kommen, die schließlich auch in irgendeiner Weise ausgestellt werden können. Das hängt aber natürlich von den Einsendungen ab. Mindestens die Sieger werden aber am Tag der Preisverleihung auch im Rathaus vorgeführt, verspricht Dr. Peter Paul Ahrens, der sich ebenfalls schon auf die Einsendungen freut.