„Mittwochs im Museum“ startet wieder durch

Iserlohn. (hc) Wer sich über die Iserlohner Stadtgeschichte informieren möchte, kommt an zwei Institutionen am Fritz-Kühn-Platz nicht vorbei. Natürlich auf der einen Seite das Stadtmuseum, aber auf der anderen Seite auch das Museum für Handwerk und Postgeschichte, das einen feinen Einblick in die Historie der Waldstadt bietet. Und weil das Wissen um die Geschichte nicht nur durch Exponate und Bilder vermittelt werden soll, gibt es bereits seit 14 Jahren die beliebte „Mittwochs im Museum“-Vortragsreihe.
Mehr Vorträge mit der Zeit
„Angefangen haben wir mit drei oder vier Vorträgen“, erinnert sich Marlis Gorki. Mittlerweile ist man bei elf Beiträgen von unterschiedlichen Rednern angekommen – also fast einen pro Monat. Worauf sich die Zuhörer schon einmal einstellen können, sind Zeit und Ort der Vorträge. Mittwochs um 18 Uhr im Museumskeller am Fritz-Kühn-Platz 5. Dagegen wird der jeweilige Mittwoch im Monat stets variieren.
„Wir wollen damit auch ein bisschen dem Privatleben der Redner Rechnung tragen“, erklärt Gorki.
Geschichte der IGW zum Start
Auftakt der Veranstaltungsreihe ist am 8. Februar. Wobei Auftakt fast das falsche Wort ist. Es handelt sich vielmehr um einen Nachholtermin des vergangen Jahres. Olaf Pestl, Geschäftsführer der IGW, wird über die 125 Jahre der Iserlohner Gemmeinnützige Wohnungsgesellschaft erzählen. Zeitgleich wird die Ausstellung, zum Größenteil durch FIM-Geschäftsführerin Beatrix Schönekeß aufgearbeitet, zu der IGW eröffnet.
Der Kreis schließt sich am 15. November mit dem Vortrag von Klaus-Peter Schultz: „Chronik der Familie und Firma Laar“. Wie immer gilt bei den Veranstaltungen: der Eintritt ist frei
Ärger über fehlende Kommunikation
Doch die Mitglieder des Fördervereins machten sich bei der Präsentation auch Luft über die Baumaßnahmen auf dem Fritz-Kühn-Platz. „Mit uns wurde nicht gesprochen“, beklagte Hans-Jürgen Hoffmann. Besonders der Abriss der aus Vereinsgeldern restaurierten historischen Mauer vor dem Museum stößt den Mitgliedern sauer auf.
Außerdem konnte das traditionelle Adventscafe nicht durchgeführt werden, was einen Ausfall von knapp 600 Euro für den FIM bedeutete. Zum Vergleich: Dafür müsste der 320 Mitglieder umfassende Verein 24 neue Mitglieder aufnehmen. Für eine aus Spenden und Vereinsbeiträgen finanzierten Gemeinschaft ein ganz schöner Rückschlag.
„Es war von Anfang an festgeschrieben, dass wir das Haus nach 50 Jahren wieder an die Stadt zurück geben“, erklärt Dr. Hanswerner Hildenbrand, der deshalb kein Verstädnis für das entgegengebrachte Verhalten hat. Für 1.000 D-Mark wurde das baufällige Gemäuer damals übernommen und gut eine weitere Millionen investiert.
Beliebte Exkursionen werden fortgeführt
Trotz des Ärgers überwiegt die Freude und der Spaß an der Heimatgeschichte. So wird es auch in diesem Jahr zwei Exkursionen geben. Im Juni geht es nach Eslohe. Der Besuch des Dampfmuseums sowie der Brauerei „Essel-Bräu“ stehen auf dem Programm.
Im Oktober wird dann der Kreis Bergheim angesteuert. Dort soll der Braunkohletagebergbau besichtigt werden. Neben des Besuchs von Schloß Paffendorf, das seit 1976 als Informations- und Veranstaltungszentrum vom Energieriesen RWE betrieben wird, soll auch in den Bergbau eingefahren werden.
Es rundet das Angebot des Museums für Handwerk und Postgeschichte ab. Geöffnet hat das Haus am Fritz-Kühn-Platz 5 mittwochs bis freitags von 15 bis 17 Uhr, oder nach Absprache.
Aufruf
Einen Aufruf in eigener Sache haben die Historiker ebenfalls. Damit die Heimatgeschichte noch ein bisschen besser erkundet und dokumentiert werden kann, ruft der FIM dazu auf, sich zu melden. Die Bündelung der Forschung soll das Ziel sein. Wer will, kann auch Einsicht in die hauseigene Bibliothek bekommen und mit den Leuten des FIM zusammen arbeiten. Möglich ist die Kontaktaufnahme persönlich und unter E-Mail info@fim-iserlohn.de.