Neue Autorität: Weiterbildung für Iserlohner Pädagogen

Gruppenbild der Teilnehmer des Seminares „Professionelle Präsenz – Neue Autorität“ nach dem Überreichen der Zertifikate. (Foto: Stadt Iserlohn)

Iserlohn. 76 Erzieher, Lehrer und Sonderpädagogen haben sich von Januar 2016 bis Dezember 2017 zum Thema „Professionelle Präsenz – Neue Autorität“ in der Offenen Ganztagsschule und Grundschule weitergebildet. Kürzlich übergab der Leiter des städtischen Ressorts Generationen und Bildung Martin Stolte im Beisein der Schulräte Christa Sacher und Till Hübscher die Zertifikate an die Absolventen des Seminares.

Im anschließenden Gespräch wurden die Wirkungen des Projektes dargestellt, das aus der städtischen Arbeitsgruppe „Kinder mit herausforderndem Verhalten“ entstanden ist und seit 2014 kontinuierlich begleitet und fortgesetzt wird.

Praktische Anwendung

Die Bildung von Bündnissen in offenen Ganztagsschulen und Schule sind das A und O, gerade wenn es um Kinder mit „herausforderndem Verhalten“ geht. In dem Seminar lernen Pädagoginnen und Pädagogen die Grundhaltungen und Grundlagen der „Professionellen Präsenz” in der praktischen Anwendung kennen. Fester Bestandteil der Weiterbildung sind jährliche Supervisionen mit der Evangelischen Jugendhilfe, bei denen die eigene Praxis reflektiert und die Haltung der Präsenz weiter vertieft werden kann.

Handlungskonzept

Durch die Schulungen ist im Rahmen der JanS-Vernetzung (Jugendarbeit an Schulen) an den Grundschulen ein Handlungskonzept entstanden. Die „Neue Autorität” stärkt die Beziehungskompetenz, die Klarheit und Beharrlichkeit im Handeln der Erzieher und Lehrer in OGS und Schule. Der Blick auf die schwierigen Kinder beginnt sich zu ändern. Die Verzahnung, die durch JanS geleistet wird, kann im ganzen System der Schule effektiver weitergeführt werden. Ziel ist es, dass auch schwierige Kinder im System bleiben können.

Standard

In einigen Offenen Ganztagsschulen hat sich die Streitkultur verbessert, weil sich das Verhalten der Erzieher und Lehrer als Handlungsmuster auf die Kinder überträgt. Aufgrund dieses gewachsenen Prozesses erklärte Martin Stolte die Überführung des Projektes zum Standard in Iserlohn. „Damit kann sich die präventive Wirkung dieser Arbeit langfristig entfalten und weiter in den Systemen verankern”, so der Ressortleiter.