Neue Flüchtlinge in Iserlohn

Hennen. (Red.) Die Situation ist prekär: Woche für Woche werden der Stadt Iserlohn derzeit von der Bezirksregierung Arnsberg 60 bis 70 neue Personen, die sich schon im Asylverfahren befinden, zugewiesen. Nur mit großer Mühe ist es bislang gelungen, für die Neuangekommenen einen Wohnplatz zu organisieren. Die vorhandenen Kapazitäten sowohl in den städtischen Übergangsheimen als auch in angemieteten Wohnungen sind erschöpft, die Stadt Iserlohn verfügt aktuell kurzfristig über keine weiteren Raumkapazitäten in entsprechender Größenordnung.

Da in Anbetracht der zu erwartenden neuen Zuweisungen kurzfristig Wohnraum für die Flüchtlinge geschaffen werden muss, wurde entschieden, das Gebäude der ehemaligen Hauptschule Hennen als Unterkunft einzurichten. Ab Ende der nächsten Woche (voraussichtlich ab Freitag, 20. November 2015) werden die ersten zugewiesenen Asylbewerber dort untergebracht.

„Natürlich fühle ich mich weiterhin an meine Zusage an die Hennener Vereine gebunden, mit ihnen gemeinsam ein Konzept für die weitere Verwendung des Grundstücks und der Gebäude der Hauptschule Hennen zu entwickeln. Weitere Gespräche sind für das erste Quartal 2016 vorgesehen. Leider lässt mir die aktuelle Situation im Augenblick jedoch keine andere Wahl“, bittet Bürgermeister Dr. Ahrens um Verständnis für diese Entscheidung.

Die Einwohner des Stadtteils Hennen, die in der Umgebung des Hauptschulgebäudes wohnen, werden von der Stadt Iserlohn zusätzlich mit Handzetteln, die Montag in die Briefkästen eingeworfen werden, informiert. Zudem hat die Stadt Iserlohn ab Montag ein Bürgertelefon eingerichtet, das den Anwohnern für Fragen und weitere Informationen zur Verfügung steht. Es ist unter der Rufnummer 02371 / 217-1234  zu erreichen.