Neues Gesicht für altes Brünninghaus-Gebäude

Iserlohn. (as) Die Brünninghaus-Kreuzung im Herzen Iserlohns
bekommt ein neues Gesicht. Marc Schlüter und Christoph Oberste, die beiden
Geschäftsführer von SO-Immobilien, wollen mit dem alten Brünninghaus-Gebäude
einen architektonischen Kontrapunkt zu Wichelhovenhaus, alter Post und Schauburg
setzen. Christoph Oberste spricht von „einem neuen Eingangstor in die Stadt“.

Schon seit Wochen ist das Gebäude an der wohl meistbefahrenen
innerstädtischen Kreuzung eingerüstet. Kein Zweifel: Das Gebäude, das neben dem
Einrichtungshaus „raumideen“ auch DAK und „pro familia“ beherbergt, wird
komplett umgebaut. Was alles geschieht und wie das Gebäude das Gesicht der Stadt
verändern wird, verrieten Christoph Oberste, Marc Schlüter und das Team des
Architekturbüros Walter Ebeling in der vergangenen Woche.
„Grundthemen sind Licht, Material und Farbspiel“, sagt Architekt Lars
Nielinger vom Architekturbüro Ebeling. Im Klartext: Die Experten führen das im
Jahr 1962 erbaute Gebäude auf seine ursprüngliche Konstruktionsidee zurück. Die
alte Betonskelettstruktur, die bei dem Gebäude bislang keine gestalterische
Bedeutung hatte, wird nun zum Hauptelement und gleichzeitig Hingucker. Denn
indem Vorsprünge zurückgebaut wurden und werden, entstand Platz für größere
Öffnungen. Bodentiefe Fenster verleihen dem Gebäude künftig trotz des massiven
Betonskeletts eine beinahe durchscheinende Zartheit. Dunkle Keramik und
schimmerndes Metall an der Fassade sollen, so die Auffassung von Lars Nielinger,
die Architektur unterstützen und besonders hervorheben.
Auch im Inneren haben Marc Schlüter und Christoph Oberste dem alten
Brünninghaus-Gebäude eine Verjüngungskur verschrieben. Natürlich wurden und
werden Rohre und Verkabelungen auf den neuesten Stand der Technik gebracht.
Türen und auch der Fahrstuhl sind konzipiert für Menschen für heute und morgen,
die immer größer werden. Ihr Durchgang ist höher und – wie beim Fahrstuhl – auch
breiter, so dass auch Rollstuhlfahrer bequem hinein- und hinausrollen können.
Dass die Gesamtkonzeption barrierefrei ist, versteht sich von selbst.
Auch „raumideen“ wird sich verändern. Oder, wie Geschäftsführer Christoph
Oberste sagt, die Möglichkeit bekommen „unsere Kompetenz zu zeigen“. Die
Grundfläche des Einrichtungshauses wird sich fast verdoppeln. Dadurch entsteht
nicht nur mehr Raum für Einrichtungsideen. Christoph Oberste bietet auch
Handwerkern Platz für Show- und Beratungsflächen. Alles aus einer Hand bekommt
so eine neue Bedeutung: Denn hier finden Kunden künftig nicht nur
Einrichtungsideen, sondern die komplette Beratung für einen barrierefreien und
energetisch zukunftsweisenden Um- oder Ausbau eines Hauses oder einer Wohnung.
Iserlohner Firmen präsentieren hier, was in Sachen, Elektrotechnik,
Farbgestaltung, Parkett, Fliesen, Bädern, Wärmetechnik oder auch im Trocken- und
Akustikbau möglich ist. Auch eine Showküche soll ihren Platz im neuen Haus
finden.
Während der Umbauarbeiten läuft der Geschäftsbetrieb von „raumideen“ weiter –
auch wenn zwischendurch etwas improvisiert werden muss. Damit die Kreuzung auch
in der Winterzeit nicht allzusehr nach Baustelle aussieht, wird das Gebäude
hinter einer Plane versteckt. „Irgendwann zwischen Fasching und Ostern“, das
glaubt Christoph Oberste, werden die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Dann wird
die verhüllende Plane fallen und den Blick freigeben auf ein weiteres
architektonisches Juwel an einem der wichtigsten Tore zur Iserlohner
Innenstadt.