Roosters rüsten für die nächste Saison

Iserlohn. Die Iserlohn Roosters rüsten sich für die nächste Saison in der Deutschen Eishockey-Liga.

Er spielt und spielt und spielt: Collin Danielsmeier. (Foto: wk)

Zunächst haben sie mit Rekordspieler Collin Danielsmeier einen weiteren Verteidiger unter Vertrag genommen. Nach Peltier, Ardelan und Nachwuchsmann Orendorz ist Danielsmeier damit der vierte Defensivakteur der Sauerländer für die DEL in der Saison 2012/2013. „Collin hat uns mit seinem Spiel in den letzten Monaten beeindruckt, wir glauben, dass er diese Leistungsfähigkeit auch in der kommenden Saison für uns aufs Eis bringen kann“, so Manager Karsten Mende.

Untersuchungen in Iserlohn

Und nun steht fest, dass auch Mike York am Seilersee bleibt. In der Nacht zu Mittwoch hat der Stürmer um eine weitere Saison verlängert. Der US-Amerikaner war vor der vergangenen Saison an den Seilersee zurückgekehrt. „Mike ist ohne Zweifel einer der besten Mittelstürmer in der DEL, das hat er in vielen Spielen in der vergangenen Saison unter Beweis gestellt. Wir sind sehr froh über seinen Verbleib“, kommentiert Roostersmanager Karsten Mende.

Mike York wurde 1978 in der US-amerikanischen Kleinstadt Waterford in Michigan geboren und begann seine Karriere 1993 beim Nachwuchsteam der Detroit Compuware. Über die New York Rangers und die Emonton Oilers ging’s an den Seilersee. Doch es zog ihn zurück nach Nordamerika. In der NHL (Islanders, Flyers, Coyotes und Blue Jackets) oder AHL (Syracuse, Rochester) gehörte York zu den effektivsten Scorern seiner Teams, bevor er sich im Jahr 2010 für sein zweites Engagement in Europa entschied und nach Lahti in die finnische Eliteliga wechselte. Im Mai unterzeichnete er sechs Jahre nach seinem Abschied wieder einen Vertrag am Seilersee, an den er jetzt erneut zurückkehren wird.

„Wir sind uns sicher, dass Mike trotz seiner Verletzung wieder vollkommen gesund in die kommende Saison hineinstarten kann“, so Cheftrainer Doug Mason. York wird in diesem Sommer zwei Mal nach Iserlohn fliegen, um sich bei den Mannschaftsärzten der Sauerländer untersuchen zu lassen.

Neustart nach Karriereende

Collin Danielsmeier, Ehemann und Vater zweier Söhne, hatte im März vergangenen Jahres eigentlich seine Karriere beendet, um sich beruflich eine neue Existenz aufzubauen. Als im Dezember die Iserlohn Roosters bei ihm anfragten, ob er sich vorstellen könne, das Team in schwierigen Zeiten zu unterstützen, erklärte er sich bereit, wieder sein Trikot mit der Nummer ’10’ zu tragen. „Ich bin durch und durch ein Rooster, habe damals gern geholfen und freue mich natürlich, dass man mich gern behalten möchte“, so das 31 Jahre alte Eigengewächs.

Danielsmeier war schon vor seinem Abschied der Spieler mit den meisten Partien im Trikot des IEC beziehungsweise der Roosters, übernahm vor wenigen Wochen auch den Rekord als Spieler mit den meisten Partien in der über 50 Jahre dauernden Iserlohner Eishockeyhistorie. „Ich freue mich auf die kommende Saison und über das Vertrauen, das mir hier entgegen gebracht wird“, so Danielsmeier weiter.

Er wird einer der ganz wenigen Spieler im deutschen Spitzensport sein, der neben seiner Profikarriere auch seinen normalen Beruf als Vertreter einer Ärzteversicherung fortführen wird. „Er hat uns schon in den letzten Monaten gezeigt, dass das möglich ist. Wir haben in diesem Punkt volles Vertrauen, weil wir wissen, wie hart Collin für seine sportliche Leistungsfähigkeit zu arbeiten bereit ist“, betont Manager Karsten Mende.

Roosters nehmen am Dolomiten-Cup teil

Ein Teil des Vorbereitungsprogramms der Iserlohn Roosters für die kommende Saison steht auch bereits fest. Das Team vom Seilersee will zum ersten Mal am internationalen Eishockeyturnier um den „Dolomitencup“ in Südtirol teilnehmen. Das Turnier wird vom 24. bis zum 26. August 2012 in Neumarkt und Bruneck ausgetragen. Mit den Iserlohn Roosters, so geben die Turnierveranstalter bekannt, stehe der erste Teilnehmer nun fest.

Das Turnier im Hochsommer erfreue sich bei Zuschauern, Medien und Aktiven einer großen Beliebtheit und könne mittlerweile als fester Bestandteil in Südtirols Sport-Eventkalender betrachtet werden. Vor allem die DEL-Vereine kommen gerne nach Südtirol zum internationalen Eishockeyturnier.