SHE: „Windkraftprojekt ist schon Vergangenheit!“

Diese Fotomontage zeigt den Blick vom Bürenbruch in Richtung Schälker Heide, würden die Planungen zum Bau von Windkraftanlagen realisiert. (Fotomontage: Bürgerinitiative Schälker Heide)

Ergste/Iserlohn. (NO) Das könnte dem Windkraftprojekt die Luft aus den Segeln nehmen, noch bevor der Genehmigungsprozess richtig angelaufen ist: Die Wirtschaftsinitiative Iserlohn (WIS) steht dem Bau von Windkraftanlagen ablehnend gegenüber. Fatal – weil das Projekt im Grenzbereich zwischen Schwerte und Iserlohn von beiden Städten kooperativ betrieben werden soll. Noch fataler: Dr. Klaus Weimer, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Iserlohn, ist auch Schatzmeister im Vorstand der Wirtschaftsinitiative der Nachbarstadt. Ein schwieriger Spagat.

Riesige Dimensionen

Wie bereits mehrfach berichtet, hat sich die Initiative Schälker Heide Ergste (SHE) nach Benanntwerden des Kooperationsprojekts zwischen den Städten Schwerte und Iserlohn, in dessen Rahmen die jeweiligen Stadtwerke Bau und Betrieb von teilweise bis zu 200 hohen Windkraftanlagen mit Rotordurchmessern von rund 100 Metern auf den Höhenlagen planen, formiert. „Diese Dimensionen passen nicht in das Landschaftsschutzgebiet des Ergster Waldes!“, so die Initiative.

Fast gleiche Ziele

SHE setzt sich für den Erhalt des Naherholungsgebiets und ökologisch wertvoller Waldflächen, den Tierschutz und die Verhinderung von Gesundheitsgefahren durch Infraschall ein. Ziele, die im großen und ganzen auch die WIS in Iserlohn unterstützt. Das Image der „Waldstadt“ und die Attraktivität als Lebensraum seinen gefährdet, der Wirtschaftsstandort für Investoren in Frage gestellt, würden die Windkraftanlagen gebaut und in Betrieb genommen. Die WIS spricht sich gegen die Planung von Windkraftflächen auf kommunaler Ebene aus und fordert Tabuflächen zum Schutz von Mensch und Landschaft.

SHE reagiert

Da bläst ein starker Gegenwind aus der Stadt Iserlohn contra Windkraftnutzung vor Ort. Der ist wiederum Wind auf die Mühlen der Inititative SHE. Die Bürgerinitiative reagiert prompt und lässt verlauten: „Unserer Einschätzung nach gehören damit die Pläne der Stadtwerke Iserlohn und auch die Ausweisung von Windvorrangflächen im Stadtwald und auf der Schälker Heide der Vergangenheit an!“ Auf die Reaktion von Ruhrpower Schwerte darf man gespannt sein.