Skurriler Iserlohn-Krimi

Iserlohn. (clau) „Anderthalb Jahre habe ich daran geschrieben“, Autor Ralf Weißkamp. Teil zwei ging viel schneller von der Hand. Das Manuskript wird gerade überarbeitet. Er erscheint voraussichtlich im Juli zunächst als E-Book. Teil drei ist zaghaft im Werden begriffen. „Die Teile bauen aufeinander auf, sind aber in sich abgeschlossen“, so Ralf Weißkamp. „Eine Fülle von Handlungssträngen durchzieht sie, die sich letztlich zusammenschließen.“

Freunde ermitteln an echten Orten

Dabei bleiben die Personen in allen drei Teilen „stabil“. Detektiv Robert Werner, sein Freund Jan, ein Wirt, und der alte Studienkollege Manni, der heute Taxi fährt, stolpern in und durch die Ermittlungen. „Es ist kein Krimi nach dem üblichen Wer-war‘s-Schema“, sagt der Verfasser. „Die Handlung ist rein fiktiv! Die Orte dagegen sind real.“

Da kommt Ralf Weißkamps eigene Biografie ins Krimi-Spiel. Er wurde 1961 in Gelsenkirchen (Fundort der Leiche) geboren und lebte dort 35 Jahre lang. Die Liebe ließ ihn vor 18 Jahren nach Iserlohn übersiedeln (Wohnort des Toten). Alle drei bis vier Wochen fährt der Wahl-Iserlohner gen Ruhrpott und holt sich in Gelsenkirchen eine „Portion Heimat“ ab, wie er es nennt.

Es rumort im Hinterkopf

„Schützenmaske“ heißt der skurrile Krimi mit vielen Iserlohner Zutaten. Er ist der Erstling des heimischen Autors Ralf Weißkamp. (Foto: Oldigor Verlag)
„Schützenmaske“ heißt der skurrile Krimi mit vielen Iserlohner Zutaten. Er ist der Erstling des heimischen Autors Ralf Weißkamp. (Foto: Oldigor Verlag)

Der Viel-Leser und langjährige freie Journalist liest sich täglich durch Romane, Biografien, Krimis, Zeitungen und Zeitschriften. Er arbeitet heute halbtags als Job-Coach beim Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft und betreibt das Journalistenbüro Ruhr-Presse. Als beruflicher Viel-Schreiber hat er schon alles Mögliche verfasst – außer Krimis.

„Für mich sind das spannende neue Erfahrungen und Eindrücke“, gibt er gern zu. Die Geschichten rumoren ständig in seinem Hinterkopf. Er schreibt seine Ideen vor allem abends und an den Wochenenden nieder. „Es kommt aber auch oft vor, dass ich frühmorgens mit neuen Ideen aufwache und dann schon um 5 Uhr am Schreibtisch sitze“, sagt er. „Grob habe ich alles längst im Kopf, aber es fasziniert mich, wie sich dann allmählich die Einzelheiten entwickeln. Ich spinne ständig an meinen Figuren weiter.“

Der Titel „Schützenmaske“ ist eine frische Wortschöpfung und einem Zufall zu verdanken. „Ich stieß bei einer Recherche im Internet auf eine ungewöhnliche Maske“, erzählt Ralf Weißkamp. „Das hat mich inspiriert.“ Die Frage, wer so etwas trägt und wann und wo und wozu und warum, gab den Anstoß zu Detektiv Werners skurrilen Fällen.

Ralf Weißkamp: „Schützenmaske“ (Oldigor-Verlag)
ist im Buchhandel sowie als E-Book erhältlich.

Mehr zu den Büchern erfährt man auch auf der Homepage von Ralf Weißkamp.