Spenden für Kinder in Kenia

Iserlohn. (as) Alle Welt schaut nach Afrika. Nach Somalia. Auf die Flüchtlinge, denen es gelungen ist, ihr Land zu verlassen und nun in den Lagern in Kenia auf Hilfe hoffen. Es sind Bilder von Hunger, Krankheiten, Entbehrungen und entsetzlichem Leid.

Es gibt viele Möglichkeiten, die Verbundenheit mit den Menschen in Afrika auszudrücken. Einen Weg haben Sophia und Hans-Geord Bergandt, Gaby Kaiser, Anne Westebbe und viele weitere Mitstreiter des Iserlohner Kenia-Teams schon vor vielen Jahren eingeschlagen. Sie haben mit dem Kenia-Team der St.-Aloysius-Gemeinde Iserlohn die Patenschaft für ein Kinderheim in Nairobi übernommen. Das war im Jahr 1987. Von Schwester Leah, der Leiterin des Kinderheims Kibagare Good News Center, haben die Iserlohner erfahren, dass sich die entsetzliche Dürre in Ostafrika auch auf das Leben im Kinderheim auswirkt. Die Preise für Lebensmittel seinen enorm in die Höhe geschossen. Wie sollen die Kinder etwas zu essen bekommen? Auch jenseits der Flüchtlingslager ist die Not in Afrika immens.

„Helfen wir, die leeren Teller zu füllen“, haben sich die Mitglieder des Kenia-Teams vorgenommen. 50 Prozent der Kollekte des Weltmissions-Sonntags, 22. August, sollen Projekte der Gemeinde unterstützen.

Oft schon waren die Mitglieder des Kenia-Teams im Kinderheim in Nairobi. „Viel Elend haben wir gesehen“, sagt Sophia Bergandt. „All die Aidswaisen.“ Einmal musste Sophia Bergandt erleben, wie ein Vater, selbst erkrankt, vier Kinder ins Heim brachte. Ihre Mutter war an Aids gestorben.

Sachspenden schicken die Iserlohner kaum nach Nairobi. „Wir hätten Sorge, dass die Container nicht ankommen“, sagt Sophia Bergandt. Stattdessen unterstützt das Kenia-Team das Kinderheim Kibagare Good News Center mit Geldspenden. Zur Seite steht den Iserlohnern das Kindermissionswerk Aachen, das die gespendete Summe um 15 Prozent aufstockt. Das Geld soll vor Ort helfen, die Kinder zu fördern. Sie zu unterrichten, sie auszubilden, ihnen aber auch tägliche Mahlzeiten zu ermöglichen.

Bei Besuchen sehen sie Iserlohner, wie gut das gespendete Geld angelegt ist. Am kommenden Mittwoch, 24. August, werden Gaby Kaiser, Anne Westebbe und das Ehepaar Bergandt wieder nach Nairobi reisen. Weil die Fluggesellschaft den Reisenden Freigepäck gewährte, werden sie viele Kinder mit Schuhen und Brillengestellen versorgen können. Doch die Hilfe, die die Iserlohner leisten möchten, ist nicht auf die Sachspende beschränkt. Sie möchten den Mädchen und Jungen eine Zukunft ermöglichen. Eine Zukunft jenseits der Not.