Iserlohn. Die Umstellung auf schnelles Internet per VDSL, das die Telekom in Sümmern (Dahlbreite), Dröschede, Hennen und Menden Hönneinsel teilweise schon realisiert, gestaltet sich nun doch schwieriger als gedacht. Die Experten der Telemark, der das Kupfernetz vor Ort gehört, erklären den Stand der Dinge.

Die Nachfrage nach schnellem Internet steigt – ist jedoch von einer leistungsfähigen Infrastruktur abhängig. In vielen Straßen bilden heute noch Kupferkabel die Basis für die Kommunikation und werden erst nach und nach gegen schnelle Glasfaserleitungen ausgetauscht. Früher war die Telekom in den oben genannten Stadtteilen der einzige Anbieter von Internetzugängen und -diensten. Seit dem 1.Dezember 2018 dürfen auch Partnerfirmen der Telemark wie HeLI NET, Dokom 21 und Muenet als Provider aktiv werden.

Für die Bürger bedeutet das mehr Wahlfreiheit und mehr Wettbewerb und damit ein attraktiveres Angebot. Damit bei dem komplizierten Übertragungsverfahren keine Störungen auftreten, müssen sich allerdings alle Partner an bestimmte Spielregeln halten und definierte technische Grundlagen sicherstellen. Diese Vorgaben sind für die Telekom offenbar nicht zu erfüllen, so dass die schnelleren VDSL-Anschlüsse wieder zu langsameren ADSL-Anschlüssen zurück gestuft wurden, für die es weniger strenge Regeln gibt.

Die Telekom hat ihre Kunden mit einem Schreiben über den Sachverhalt informiert. Leider entsteht hier der Eindruck, die Abschaltung stünde kurz bevor, wenn die Kunden nicht sofort einer Fortführung ihres Vertrages unter den neuen, leistungsreduzierten Bedingungen zustimmen würden. Nach unserer Einschätzung ist diese Sorge unbegründet. Das Informationsschreiben stellt lediglich eine Kündigung in Aussicht, nennt aber leider keine angemessene Frist, um den Kunden die Möglichkeit zu geben, den Provider zu wechseln.
Kunden in den genannten Stadtteilen haben nun die Wahlmöglichkeit zwischen dem bewährten Angebot der Telekom mit beschränkter Bandbreite oder den schnelleren Anschlüssen der drei neuen Anbieter. Diese können mit Ausnahme des Neubaugebietes in der Dahlbreite schon heute die schnellen Anschlüsse anbieten.

Für die „Dahlbreite“ wird dies noch vor Jahresende möglich sein. Informationen über den aktuellen Ausbaustand finden Interessenten unter www.telemark.de.

Die Rufnummer kann bei einem Wechsel behalten werden – so hat es die Bundesnetzagentur definiert.

Betroffen von der Problematik sind übrigens nicht nur die Kunden der Telekom, sondern auch der Provider, die die Zugänge der Telekom für ihre eigenen Dienste nutzen – etwa 1&1. Auch sie werden in den betroffenen Gebieten nur noch die langsameren ASDL-Anschlüsse anbieten können.