Tierisches Vergnügen in Kalthof

Iserlohn. (clau) Neugeborene Lämmer begrüßen können Kinder und Erwachsene am nächsten Samstag, 21. März 2015, von 11 bis 17 Uhr beim Lammtag auf dem Stiftungshof, Zollhausweg 2, in Kalthof.
Aber nicht nur die Schafe, auch die 25 Ziegen des Hofes haben Nachwuchs bekommen. Die munteren Neuankömmlinge lassen sich gern bewundern und streicheln. „Mit etwas Glück darf man ihnen sogar die Flasche geben“, sagt Sandra Jedamski, Referentin für Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit. „Das ist dann natürlich immer das Größte für die Kinder.“ Neben Spiel und Spaß wartet das Hofteam mit vielen Informationen auf. Es gibt Kaffee und Kuchen. Wollprodukte, Äpfel und Ziegenkäse werden angeboten. Wer mag, kann das Spinnen ausprobieren.

Der Stiftungshof ist eine Gemeinschaftsinitiative vom Naturschutzzentrum Märkischer Kreis, dem Förderverein Naturschutz MK, dem Naturschutzbund (NABU) MK und der Wirtschaftsinitiative Nordkreis (WIN). Zum vierten Mal wird am kommenden Samstag hier ein Lammtag gefeiert. Ziel des Stiftungshofes ist nicht nur der Erhalt einer artenreichen Kulturlandschaft mit Hilfe einer Schafherde, sondern eben auch das Erlebbarmachen von Natur und Umwelt. Neben den Schafen und Ziegen sorgen vor allem die Kaninchen, Hühner und Lauf-Enten des Hofes für Staunen und Begeisterung bei den kleinen Besuchern.

Spiel, Spaß und Spannendes

Viel Spaß werden die Kinder am Lammtag auf der Heuburg, der Treckerbahn, beim Basteln oder beim Stockbrotbacken haben. Wissenswertes und Spannendes können Lernbegierige im „Grünen Klassenzimmer“ erfahren. Im vergangenen Jahr wurde es eröffnet. Regelmäßig schulen hier Umweltpädagogen Schulklassen und Kindergruppen. Vier Themen stehen als Dauerbrenner auf der Veranstaltungsliste: „Wolliges Schaf und feiner Filz“, „Die wilde Welt der Streuobstwiese“, „Wasserforscher unterwegs zum Baarbach“ und „Energiedetektive auf dem Stiftungshof“. Einzelveranstaltungen für Erwachsene und Kindergeburtstage sind ebenfalls möglich.

Frühling im Stall mit Gras und Rübe

Schäfer Maik Randolph macht am nächsten Samstag um 15 und um 16 Uhr Führungen. Dabei hat er eine Menge über seine Tiere zu berichten. Er beweidet mit seinen natürlichen Rasenmähern gewöhnlich das ganze Jahr über Flächen im Märkischen Kreis bis nach Lüdenscheid hinauf. Seine Coburger Fuchsschafe und Rhönschafe erhalten so mit ihrem großen Appetit vielerorts die seltenen blütenreichen Magerwiesen. Aber wer hätte gedacht, dass Schafe nicht nur Gras, sondern auch Rüben mögen? – „Die Knolle gibt ihnen jetzt ordentlich Energie und scheint zu schmecken“, lacht Sandra Jedamski. Im Stall, wo die Muttertiere es mit ihren Osterlämmchen behaglich und warm haben, finden die Rüben jedenfalls großen Zuspruch. Noch tragen die Muttertiere ihre fetthaltige Wollschicht am Leib. Die ist so dick, dass Wind, Regen und Kälte den Tieren kaum etwas anhaben können. Das ist praktisch im Winter. Aber nun wird es Frühling und der Pelz muss runter! Bald beginnt die Schafschur auf dem Hof und demnächst geht es wieder raus auf die saftigen Weiden.