Feiner Sand, Palmen und jede Menge Liegestühle. So wird der Alte Rathausplatz in Iserlohn in der Zeit vom 21. Juni bis zum 24. Juni aussehen. (Foto: Beach Projekt)

Iserlohn. (as) Sand, Palmen, Liegestühle. Der Alte Rathausplatz im Herzen von Iserlohn wird in der Zeit von Donnerstag, 21. Juni, bis Sonntag, 24. Juni, kaum wiederzuerkennen sein. Zu den Klängen von Steeldrums wird im Sand gebuddelt, Kokosnüsse werden zum Boccia-Spiel zweckentfremdet und beim Beach-Volleyball hechten die Akteure durch die Luft, um die Bälle übers Netz zu baggern.

„Iserlohn karibisch“ heißt die Veranstaltung, die die Wähler­gemeinschaft Gemeinsam für Iserlohn (GfI) zusammen mit dem „Beach Projekt“ aus Dortmund und in Kooperation mit der Stadt Iserlohn auf den Alten Rathausplatz holt. GfI-Vorsitzender Ugur Ünal schwärmt schon jetzt vom „Urlaub vor der Haustür“ – vom karibischen Flair ohne lästiges Kofferpacken und stundenlange Fliegerei. Und noch besser: Das karibische Erlebnis gibt‘s zum Nulltarif. Natürlich müssen Getränke und Speisen bezahlt werden, aber die Teilnahme am Beachvolleyball-Turnier, am Kokosnuss-Boccia oder am Sandburgenbauen sind kostenfrei. Und auch die Bands spielen für alle, die tanzen oder einfach nur zuhören möchten.

60 bis 70 Tonnen feinkörniger, weißer Sand werden den Alten Rathausplatz in einen Strand verwandeln. Palmen und jede Menge Liegestühle sorgen für zusätzliches karibisches Ambiente. Hier können sich Passanten niederlassen und einfach mal die Füße in den Sand stecken. „Der Brunnen wird natürlich abgedeckt und abgedichtet, bevor wir den Sand aufschütten“, sagt Simon Stemmer von „Beach Projekt“. Er verspricht: „Wenn wir nach den Veranstaltungstagen wieder abgebaut haben, wird nichts mehr an die Strandlandschaft erinnern.“ Schade, eigentlich.

Caipirinha und Beachvolleyball

Neben dem Strand lockt eine Cocktailbar mit kühlen, kreativen Drinks: Ob ausgefallene Kreationen oder der klassische Caipirinha, hier wird fruchtige Erfrischung für alle geboten. Für den kleinen oder großen Hunger warten exotischen Essensstände darauf, ausprobiert zu werden.

Unmittelbar am Strand steht die Livebühne, auf der mehrere lateinamerikanische und brasilianische Musikgruppen am ganzen Wochenende für bestes Entertainment sorgen. Neben Musik aus ihrer Heimat spielen die Musiker auch moderne Sommerhits – Tanzen im Sand ist erlaubt und erwünscht.

An die kleinen Gäste haben die Veranstalter ebenfalls gedacht. Ob sie Sandburgen bauen möchten, auf Schatzsuche gehen oder sich als Piraten schminken lassen wollen. All das ist möglich.

Am Samstag von „Iserlohn karibisch“ verwandelt sich der Strand in einen Beachvolleyballplatz. Mit mehreren Teams kann jeder – ob Profi oder Anfänger – beim Turnier mitmachen. Weil nur 16 Mannschaften zugelassen werden können, bitten die Veranstalter um eine Anmeldung. Sie ist möglich unter kontakt@beachprojekt.de. Die Teilnahme an dem Turnier ist kostenfrei.

Zugegeben, das Wetter hat nicht ganz mitgespielt, als Ugur Ünal (2.v.l.) und Simon Stemmer (2.v.l.) „Iserlohn karibisch“ vorgestellt hatten. Natürlich hoffen sie und ihre Helfer darauf, dass in der Zeit vom 21. bis zum 24. Juni die Sonne lacht und auf dem Alten Rathausplatz Urlaubsgefühle vorherrschen. (Foto: Andrea Schneider)

Erst feiern, dann Fußball gucken

Zugegeben, einen klitzekleinen Wehrmutstropfen gibt es für alle Fußball-Fans. Sie müssen sich am Samstagabend, 23. Juni, entscheiden. Um 20 Uhr spielt die deutsche Nationalmannschaft gegen Schweden. „Wir haben uns schnell entschieden, keine Leinwand aufzustellen, um das Fußballspiel zu übertragen“, sagt Ugur Ünal. „Schließlich wollen wir keine Konkurrenzveranstaltung zu der Fußball-Arena der Stadtwerke sein.“

Der Vorsitzende der GfI lacht: „Aber was spricht dagegen, zuerst karibisch zu feiern und dann zum Fußballgucken zu den Stadtwerken in die Stefanstraße zu spazieren?“ Alle Nicht-Fußball-Fans können sich weiter auf dem Alten Rathausplatz amüsieren. An diesem Abend spielt die Band „Latino total“ lateinamerikanische Rhythmen. Da muss einfach mitgetanzt werden bei „Iserlohn karibisch“.