Iserlohn. (Red.) „Weiter so“, heißt es bei Stadtwerken Iserlohn und Abfallentsorgungsgesellschaft des Märkischen Kreises (AMK). Der Ver- und der Entsorger wollen mit noch engerer Zusammenarbeit weitere Schritte hin zu einer Energiewende unternehmen. Beide Betriebe vereinbarten jetzt die Fortführung ihrer Kooperation bis mindestens Ende 2027.

Im Müllheizkraftwerk (MHKW) Iserlohn, das von der AMK betrieben wird, wird heute bereits der Hausmüll von 416.000 Einwohnern im Märkischen Kreis verbrannt. Hinzu kommt der Gewerbemüll aus unserer boomenden Region. Die Nachhaltigkeit der Abfallverwertung wird dabei groß geschrieben. Rund 200 Millionen Euro wurden in den vergangenen Jahrzehnten in den Hightech-Standort der AMK investiert, um z.B. eine Rauchgasreinigungsanlage nach modernstem Stand der Technik zu installieren. Aus der Energie, die bei der Müllverbrennung anfällt, werden Fernwärme und Strom gewonnen. Und genau hier kommen die Stadtwerke Iserlohn ins Spiel.

„Die von uns erzeugte Fernwärme deckt den Bedarf von 12.500 Haushalten. Mit unserer Stromproduktion können sogar 28.000 Haushalte versorgt werden. Auch in der Vergangenheit haben wir dabei eng mit den Stadtwerken Iserlohn zusammengearbeitet. Jetzt ist es gelungen, diese Partnerschaft auf ein neues Niveau zu heben und langfristig abzusichern“, sagt AMK- Geschäftsführer Dr. Kristian Kassebohm.

„Innovative Energiekonzepte brauchen einen langen Atem und funktionieren nur im Team“, sagt Dr. Klaus Weimer, Geschäftsführer der Stadtwerke Iserlohn. „Wir als Heimatversorger und die AMK haben nun die Grundlage geschaffen, um die nächsten Schritte der Energiewende gemeinsam zu meistern. Zunächst werden wir die technische Überwachung und Steuerung des Fernwärmenetzes optimieren. Zusätzlich können wir jetzt auch innovative Konzepte zur Erhöhung der Energieeffizienz des MHKW angehen.“

Das Resümee ziehen beide Geschäftsführer gemeinsam: „Die energetische Verwertung unserer Abfälle, die dabei erreichbare Rohstoffrückgewinnung und die ökologisch erforderliche Energiewende sind zwei Seiten derselben Medaille. Ver- und Entsorgung sollten stärker als bisher üblich Hand in Hand organisiert sein. Wir packen das an!“