Werbegemeinschaft Letmathe startet „herzlich“ Neujahrsempfang

Bürgermeister Peter-Paul Ahrens sendete positive Signale für die verkaufsoffenen Sonntage. (Foto: Heiko Cordes)

Letmathe. (hc) Unter dem Motto „Ein Herz aus Schokolade“ stand der diesjährige Neujahrsempfang der Werbegemeinschaft Letmathe.

Passender hätte man den Slo­gan nicht wählen können, war die Hauptattraktion, neben den Festreden und dem Jahresrückblick in Videoform, doch die Verlosung der „goldenen CD“ der Flippers „Ein Herz aus Schokolade“. Zum 20. Geburtstag des „Hospiz Mutter Teresa“ hatte Zoff-Keyboarder und Musikproduzent Reiner Burmann dieses besondere Stück gespendet. 550 Euro lautete das Höchstgebot am Ende des Abends. Siegreicher Bieter war der ASSV Letmathe.

Herzen – aus Schokolade, Pappe oder als Luftballon – waren das bestimmende Element im geschmückten Städtischen Saalbau. Aber nicht nur Süßes, sondern auch ein bisschen Saures gab es beim Neujahrs­empfang. So zeigte sich Rainer Großberndt, 2. Vorsitzender und das „Gesicht der Letmather Werbegemeinschaft“, etwas enttäuscht, dass nicht alle anberaumten verkaufsoffenen Sonntage in 2017 gehalten werden konnten. Gleichzeitig hoffte er auf Besserung in 2018.

Besonders hob er das Jubiläum des Hospizes hervor und dessen starken Förderbedarf („knapp 150.000 Euro jährlich“). Und natürlich war auch das Jubiläum der Dechenhöhle ein Thema. „Iserlohns Aushängeschild Nummer eins“ nannte Großberndt die am 10. Juni 1868 entdeckte Höhle.

Auf dem Empfang durfte natürlich die Politik nicht fehlen. So waren neben Bürgermeister Peter-Paul Ahrens auch Landrat Thomas Gemke sowie der Bundestagsabgeordnete Paul Ziemiak vor Ort. Die beiden Erstgenannten richteten auch Grußworte an die Gäste aus.

„In Letmathe ist viel in Bewegung“

Besonders der Bürgermeister hob die positive Entwicklung des Stadtteils hervor. Stadtspange Ost, Lennepromenade und bald die Stadtspange West: „Letmathe bleibt attraktiv für das heimische und auswärtige Publikum.“ Auch das geplante Café an der Lenne werde in Zukunft ein Ausflugsziel für die ganze Familie sein.

Außerdem wird die Veranstaltungsstätte in Letmathe, der städtische Saalbau, bis 2020 renoviert. Dies soll in drei Schritten erfolgen. In diesem Jahr werden die Nebenräume sowie die dringend sanierungsbedüftigen Sanitärräume in Angriff genommen. 2019 steht der große Festsaal auf dem Programm, ehe 2020 der Außenbereich neu gestaltet werden soll. „Sie werden den Saalbau nicht wiedererkennen“, versprach der „erste Bürger“.

Beim Thema „verkaufsoffene Sonntage“ hatte der Bürgermeister fast nur gute Nachrichten für die Letmather. Bei Brückenfest, Kilians-Kirmes und City-Fest hat die Stadt handfeste Zahlen, mit denen sie einen verkaufsoffenen Sonntag rechtfertigen kann. Dank Zählungen der Besucher bei diesen Festen durch einen unabhängigen Dienstleister geht die Stadt nun voller Selbstbewusstsein in mögliche Gerichtsverhandlungen. Einziger Wermutstropfen: Der Weihnachtsmarkt zählt nicht zu den möglichen Terminen. „Dafür sind die Verkaufsflächen zu weit entfernt“, erklärt Ahrens.

Das Thema Verkehr rundete die Ansprache des Bürgermeisters ab. Der Anschluss an den Lenneradweg sowie der Parkplatz „Woolworth“ waren hier zentrale Anliegen. Letztgenannter soll in Zukunft nicht mehr für Dauerparker zu Verfügung stehen. Vielmehr können sich Einkaufende über eine kostenlose Parkmöglichkeit für zwei Stunden freuen.

Unterhaltsamer Landrat Gemke

Landrat Thomas Gemke rückte in seiner launingen Ansprache den Fokus von „Letmathe“ weg und nahm übergeordnete Themen ins Visier. So waren vor allem „Sicherheit“ und „Mobilität“ zwei Themen, die er anhand von Beispielen aus dem Märkischen Kreis darstellte und auf Probleme im Alltag hinwies. Das brachte ihm an mancher Stelle einen gewollten Lacher ein, regte aber auch zum Nachdenken an.

Seine Schlussworte rundeten den Abend gelungen ab:„Ich wünsche Ihnen natürlich Gesundheit. Das reicht aber nicht. Denken Sie an die Menschen auf der Titanic. Die waren kerngesund, hatten aber kein Glück. Und deswegen wünsche ich Ihnen für 2018 auch viel Glück.“