„Wir schaffen das noch!“

Iserlohn. (tg) Der Treffer in der 54. Minute traf die ERG Iserlohn mitten ins Mark. Nicht nur weil sie damit im ersten Finalspiel vor einer Woche in Cronenberg der „Ppötzliche Tod“ ereilte – das Tor weckte auch Erinnerungen an das Vorjahresfinale. Dennoch: Noch werfen die Iserlohner Rollhockey-Cracks die Flinte nicht ins Korn und wollen am heutigen Samstag ab 15.30 Uhr in der neuen Hemberghalle mit einem Sieg ein drittes Finalspiel gegen den RSC Cronenberg erzwingen.

Das soll sich heute nicht wiederholen: 2010 endete das Finale zwischen der ERGI und Cronenberg mit einem glatten 0:2 für den RSC, der die Iserlohner nach einer überragenden Saison kurz vor der Ziellinie noch abfing. Heute jedoch können die Iserlohner, die damals auf Sergio Pereira (Sperre) und Carlos Nunez (Armbruch) verzichten mussten, in Bestbesetzung antreten - und glauben deshalb fest an die Wende zum Guten. (Foto: tg)

Im Falle eines ERGI-Sieges würden sich die beiden Finalisten bereits am Sonntag wieder am Hemberg gegenüber stehen, Anstoß wäre ebenfalls um 15.30 Uhr.

„Ich habe mir jedenfalls nichts anderes vorgenommen“, ist sich Coach Marc Berenbeck sicher: „Wir schaffen das und drehen das Ding noch um. Der Meisterpokal kommt zurück nach Iserlohn!“

Markige Töne des ERGI-Neulings, der noch im Vorjahr zum Betreuerstab der Cronenberger gehörte – und den Iserlohnern somit indirekt eine der größten Niederlagen ihrer Vereinsgeschichte zufügte. Denn die gesamte Saison 2009/10 waren die Waldstädter ungeschlagen geblieben, um dann im Finale auf dem Boden der Tatsachen aufzuschlagen.

Die Erinnerungen an dieses Endspiel-Fiasko ist bei den heimischen Rollhockey-Cracks natürlich nun wieder wach, zumal das Team bis auf eine Position identisch ist. „Doch nun ist es eine ganz anderer Situation: Wir können in Bestbesetzung antreten“, glaubt ERGI-Kapitän Carlos Nunez – er war im Vorjahr aufgrund eines Armbruchs zum Zuschauen verdammt – nicht, dass sich die Geschichte wiederholt.

Überhaupt ist die Stimmung im Team sehr optimistisch, die Iserlohner glauben an ihre Heimstärke, denn in der neuen Halle haben sie noch keine Partie abgegeben. Und zweimal sogar schon einen höheren Rückstand aufgeholt.

Allerdings wissen die Iserlohner auch, dass der RSC Cronenberg eine ganz andere Hausnummer ist als alle anderen nationalen Konkurrenten. „Es wird sicherlich schwer, aber nichts ist unmöglich“, umschriebt Marc Berenbeck die Chancen seines Teams, am morgigen Abend doch noch den Pott in Händen zu halten. Dass die ERGI in der Lage ist, auch eine solch verfangene Situation noch zu retten, zeigten die Spieler sie im Frühsommer 2009, als sie mit einem 0:1-Rückstand nach Herringen fuhren – und dann das erste Double in der Clubhistorie feierten.